Gut geschult für den Notfall - Kassel - deutsche handwerks zeitung

Kassel - Ausgabe 21/2010

Gut geschult für den Notfall

Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg bildet Handwerker zu Ersthelfer aus

Für den Ernstfall gerüstet: An den Auffrischungskursen zur Ersthelfer-Ausbildung, den die Kreishandwerkerschaft angeboten hatte, beteiligten sich über 120 Handwerksbetriebe aus ganz Waldeck-Frankenberg....

Der Zuspruch war groß: Über 120 Handwerksbetriebe aus ganz Waldeck-Frankenberg beteiligten sich an den Auffrischungskursen zur Ersthelfer-Ausbildung. Eingeladen zu dem Kursangebot hatte die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg.

Gerhard Brühl, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, unterstrich die Bedeutung der Auffrischungskurse: „In Deutschlands Gewerbebetrieben ereignen sich durchschnittlich zwei Unfälle pro Minute. Daher ist es für unsere Innungsbetriebe und deren Mitarbeiter natürlich absolut unerlässlich, gut geschulte und auf den Notfall vorbereitete Kollegen in ihren Reihen zu wissen.“

Kenntnisse aufgefrischt

Aus diesem Grund, berichtet Brühl weiter, habe sich die Kreishandwerkerschaft als verantwortliche Dachorganisation aller Innungs-Handwerksbetriebe in Waldeck-Frankenberg entschlossen, entsprechende Kurse anzubieten: „Wir haben zum Beispiel bereits vor zwei Jahren eine Ersthelfer-Grundausbildung durchgeführt. Die damaligen Teilnehmer mussten nun an den Kursen zur Auffrischung der seinerzeit erworbenen Kenntnisse teilnehmen.“

Die Nutzung derartiger Angebote sei allerdings nicht nur aus praktischen Erwägungen unerlässlich für die Waldeck-Frankenberger Handwerksbetriebe, weiß Silke Nagel, zuständige Abteilungsleiterin bei der Kreishandwerkerschaft, zu berichten: „Der Gesetzgeber verpflichtet unsere Mitgliedsbetriebe, Ersthelfer auszubilden und zu beschäftigen. Rechtsgrundlagen für die Anzahl der Ersthelfer sind dabei § 10 des Arbeitsschutzgesetzes und § 25 der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.“ In Betrieben mit bis zu 20 Beschäftigten müsse daher grundsätzlich mindestens ein ausgebildeter Ersthelfer beschäftigt sein, erklärt Silke Nagel.

Umso erfreulicher sei daher die hohe Beteiligung der heimischen Betriebe, konstatiert Geschäftsführer Gerhard Brühl: „Wenn sich über 120 Betriebe aus ganz Waldeck-Frankenberg hier beteiligen, dann folgen diese nicht nur gesetzlichen Bestimmungen, sondern vor allem auch ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den eigenen Mitarbeitern. Hinzu kommt, dass die hier ausgebildeten Ersthelfer selbstverständlich nicht nur bei Unfällen in Betrieben, sondern auch außerhalb nützlich zum Einsatz kommen können.

Das Handwerk weiß um seine soziale Verantwortung und wird dieser gerecht. Deshalb sowie aufgrund der großen Nachfrage werden wir bald weitere Grund- und Auffrischungskurse für Ersthelfer anbieten.“

 
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