Größte Imagekampagne in der Geschichte des Deutschen Handwerks ist gestartet - Schwaben - deutsche handwerks zeitung

Schwaben - Ausgabe 1-2/08

Was wäre das Leben ohne das Handwerk?

Größte Imagekampagne in der Geschichte des Deutschen Handwerks ist gestartet

Innovativ, ein starker Wirtschaftsfaktor, modern und nachhaltig – das ist das deutsche Handwerk. Das Bild in der Öffentlichkeit sieht dagegen ganz anders aus: Da spukt immer noch Meister Eder herum, die ganz vereinzelt auftretenden Fälle von Pfusch sind ein gefundenes Fressen für die Presse und für Klatsch und Tratsch über "das Handwerk im Allgemeinen".

Das Image des Handwerks ist diffus und das Handwerk als bedeutende Wirtschaftskraft wird oftmals nicht wahrgenommen. Eine forsa-Umfrage aus dem Jahr 2008 bestätigte dies nachdrücklich. Doch nun wird alles anders. Am 16. Januar startete die bundesweite Imagekampagne des Deutschen Handwerks unter dem Motto "Handwerk – Die Wirtschaftsmacht von nebenan!" mit Werbespots auf allen wichtigen Fernsehsendern. Die Kampagne wird vom ZDH und den Kammern getragen und die Verbände haben signalisiert sich mit Veranstaltungen und Aktionen zu beteiligen.

Starterpaket – jetzt wird geklebt

In Schwaben bekommen alle Handwerksbetriebe ein Starterpaket mit Werbematerialien, wie Aufklebern, Plakaten etc.. Unternehmen die noch zusätzliche Werbematerialien benötigen, können diese kostenlos bei der Handwerkskammer anfordern. Jürgen Schmid, Präsident der Handwerkskammer für Augsburg, zählt fest darauf, "dass alle Betriebe mitmachen und den massiven Nutzen der Image-Kampagne erkennen und in die Praxis umsetzen". Die Unternehmen sind jetzt am Zug und sollten durch Verwendung der Werbematerialien nach außen zeigen, dass sie Teil des Handwerks sind.

Interessiert wurde die Ankündigung der Kampagne von den 24 Medienvertretern bei der Jahrespressekonferenz der HWK aufgenommen. Der Veranstaltungsort war ungewöhnlich, das Baugeschäft Gleich in Augsburg hatte Räume in einem nahezu fast fertigen Penthouse zur Verfügung gestellt. Firmeninhaber Joachim Puhle erklärte dabei, warum er als Handwerksunternehmer von der Kampagne überzeugt ist und diese befürwortet. Bereits auf der Betriebsversammlung seines Unternehmens vor Weihnachten hatte er von der Kampagne berichtet und Interesse bei seinen Mitarbeitern wecken können. "Ich bin sicher, dass es ein Ansporn für meine Beschäftigten ist qualitativ noch besser zu arbeiten, um den Anspruch der Imagekampagne auch tatsächlich zu erfüllen", ist Puhle überzeugt. Die Pressevertreter konnten auch direkt zwei Mitarbeiter Puhles befragen. Diese äußerten sich über die Kampagne sehr positiv, sowohl über "die Sprüche" auf den Plakaten wie auch über die graphische Gestaltung.

HWK Schwaben besonders engagiert

Eine Vorreiterrolle bei der Imagekampagne nimmt die Handwerkskammer für Schwaben ein. Ohne die Beitragszahler zusätzlich zu belasten initiiert sie zahlreiche zusätzliche Werbemaßnahmen und Aktionen (siehe Kasten). Selbst Kinos und Lokalfernsehen werden eingebunden, ebenso wie lokale Zeitungen und Zeitschriften. Auch in die Plakatwerbung wird massiv investiert.


 
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