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Suchmaschine Google richtig verwenden Richtig googeln: Wichtige Tipps für die Suche im Internet

Schnell Informationen bei Google oder Bing suchen, gehört für viele zum Alltag und klappt im Normalfall problemlos. Wer allerdings Wert auf eine effiziente Suche legt, erreicht mit einfachen Tricks ein besseres Ergebnis.

Google richtig verwenden
Suchmaschinen wie Google verfügen über sehr viele Filterfunktionen. Beachtet man diese, erhält man bei der Suche ein deutlich verbessertes Ergebnis. -

Google bietet wahnsinnig viele Möglichkeiten, weshalb es oft gar nicht so einfach ist richtig zu googlen und die Suchmaschine optimal zu nutzen. Klar, mal schnell nach einem asiatischen Restaurant in der Nähe suchen, oder das Wetter für den nächsten Urlaub googeln? Einfache Suchanfragen im Netz stellen die wenigsten Nutzer vor Probleme. Geht es jedoch um komplexere Sachverhalte oder sehr spezielle Themen, sieht das schon anders aus. Entweder erstickt der wissbegierige Surfer in Datenfluten, oder er bekommt dutzende Ergebnisse, die gar nicht zum gewünschten Thema passen. Diese Tipps helfen, um effizient im Internet zu suchen, und Suchmaschinen wie Google optimal zu nutzen.

Welche Möglichkeiten bieten Google, Bing und Co. für die Suche im Internet?

Dabei bieten Suchmaschinen viele Möglichkeit, um schnell ans Ziel der Recherche zu kommen. "Einer der größten Fehler ist es, nur eine Suchmaschine zu benutzen", sagt Wolfgang Sander-Beuermann vom Verein für freien Wissenszugang (Suma). Der Vorteil mehrerer Suchmaschinen: Jede hat eigene Webkataloge und Algorithmen, mit denen sie Eingaben bearbeitet. Je nach verwendeter Technik unterscheiden sich daher sowohl die Anzahl und Art der Treffer als auch die Anordnung der Ergebnisse. "Bei Google wird dieser Effekt noch dadurch verstärkt, dass die Ergebnisse personalisiert werden", erklärt der Experte.

Google und Co. richtig verwenden: So funktioniert die Suche im Netz

Die Auswahl der Suchmaschinen ist allerdings begrenzt. "Wir haben eigentlich nur Google und Bing. Alle anderen greifen größtenteils auf deren Ergebnislisten zurück", sagt Dirk Lewandowski, Professor für Information Research and Retrieval an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg. Wer Wert auf Trefferlisten legt, die unabhängig von Daten wie dem eigenen Standort oder dem bisherigen Suchverhalten sind, ist bei kleineren Suchmaschinen wie Metager oder Ixquick richtig. Beide bearbeiten Anfragen, ohne persönliche Informationen ihrer Nutzer einzubeziehen.

Wichtig: Reihenfolge der Suchbegriffe beachten

Wichtig ist auch die Auswahl des jeweiligen Suchbegriffes. Denn: Der Erfolg der Suche hängt im Wesentlichen davon ab, wie man die verwendeten Begriffe in die Suchmaske eingibt. Wenige, prägnante Wörter sind daher besser als ganze Sätze. Ebenfalls wichtig: Auch die Reihenfolge spielt eine Rolle. "Bei Paris Hilton bekommen Sie andere Ergebnisse als bei Hilton Paris", so Lewandowski. Während die Suchmaschine bei Paris Hilton Treffer zum bekannten It-Girl aus den USA ausspuckt, bringt die Suche nach Hilton Paris Informationen zum Hotel in der französischen Hauptstadt.

Außerdem sollten Kleinschreibung und Singular verwenden werden. So erhält man beim Suchbegriff "blume" automatisch auch die Ergebnisse für Blume oder Blumen. Die meisten Suchmaschinen sind inzwischen so schlau, dass sie auch nach verwandten Wortformen suchen.

Operatoren – die wichtigsten Helfer bei der Suche im Netz

Äußerst sinnvolle Hilfen sind die sogenannten Operatoren. Sie helfen gerade bei schwammigen Ergebnislisten weiter. Durch Zeichen wie + und -, oder Schlüsselwörter wie AND und OR können Nutzer nach Wortkombinationen suchen oder Wörter ausschließen. "Das ist vor allem bei mehrdeutigen Wörtern hilfreich", erklärt Becker: Bei der Suchanfrage Schwalbe AND Motorroller erhält man Infos zum motorisierten Zweirad, wer Wörter wie Motorroller, durch ein Minus vor dem Wort, ausschließt, filtert genau diese Treffer heraus. Durch den Operator OR werden Treffer erzielt, die einen der gewünschten Begriffe enthalten. Sucht man beispielsweise Benzin OR Diesel OR Autogas, werden in der Trefferliste Ergebnisse angezeigt, die eines dieser Wörter beinhalten.

Mit der Phrasensuche bestimmte Zitate finden

Bei der Suche nach Songtexten oder Zitaten ist die sogenannte Phrasensuche das Mittel der Wahl. Der gesuchte Satzteil wird dafür in Anführungszeichen gesetzt. Die Ergebnisliste zeigt dann nur Seiten, welche exakt diese Wortfolge enthalten. Ein Beispiel: Wird nach "Netzwerk Recherche" gesucht, findet die Suchmaschine nur Texte, in welchen das Wort "Recherche" unmittelbar nach dem Wort "Netzwerk" steht. Die Wortfolge "Netzwerk fördert Recherche" wird aber ausgeschlossen.

Wie durchsucht man einzelne Seiten oder findet bestimmte Dateitypen?

Weitere wichtige Befehle sind "site:" oder "inurl:". Hier wird die Suche nur innerhalb einer bestimmten Domain oder einer bestimmten Webadresse durchgeführt. Setzt man also beispielsweise den Operator site: vor die Domain der Deutschen Handwerks Zeitung (DHZ) und fügt dahinter den gewünschten Suchbegriff ein, wird lediglich die Internetseite der DHZ nach dem Begriff durchforstet.

Wer auf der Suche nach bestimmten Dateitypen ist, ist mit dem Operator "filetype:" gut beraten. Nach dem Operator einfach den gewünschten Dateityp eingeben (pdf, ppt, doc usw.) und schon werden nur noch Dateien angezeigt, die den gewünschten Suchbegriff enthalten.

Bei der größten Suchmaschine Google funktionieren all diese Operatoren problemlos. Bei kleineren Anbietern gibt es Informationen zu den unterstützten Operatoren auf den Hilfeseiten. Außerdem lässt es sich durch simples ausprobieren schnell herausfinden, was klappt und was nicht.

Spezialsuchmaschinen für spezifische Suchen verwenden

Wer sehr spezifisch suchen will, sollte auf Spezialsuchmaschinen zurückgreifen. "Diese Suchmaschinen sind auf einen bestimmten Teil des Webs beschränkt, zum Beispiel Verbraucherschutz oder Medizin", sagt Lewandowski. Größter Unterschied zur Standardsuche: Das Verzeichnis der durchsuchten Seiten wird hier oft handverlesen von Menschen zusammengestellt, nicht von automatisierten Programmen. Wer auf diesem Wege sucht, vermeidet den üblichen Datenschrott in den Ergebnislisten und findet schneller verlässliche Quellen.

Beispiele für solche Spezialdienste sind die von der Universität Bielefeld entwickelte Wissenschaftssuchmaschine "Base" oder die schwedische Bildsuchmaschine "Picsearch". "Clewwa", eine Suchmaschine des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, durchforstet ausschließlich Seiten, die für Verbraucherthemen relevant sind.

Auch Unterangebote der großen Suchmaschinen, wie beispielsweise Google News für Nachrichten oder Google Scholar für Literatur, zählen zu den Spezialdiensten und helfen, bei der Recherche im Netz ein optimales Ergebnis zu bekommen. (Mit Inhalten von dpa)

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