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Steuer aktuell Gestaltungstipp zum Investitionsabzugsbetrag für Pkws

Haben Sie vom Gewinn in den vergangenen Jahren einen Investitionsabzugsbetrag für den geplanten Kauf eines Pkws abgezogen, müssen Sie durch ein Fahrtenbuch nachweisen, dass das Fahrzeug mindestens zu 90 Prozent betrieblich genutzt wurde. Es gibt jedoch einen eleganten Ausweg.

Haben Sie vom Gewinn Ihres Handwerksbetriebs in den vergangenen Jahren einen Investitionsabzugsbetrag für den geplanten Kauf eines Pkws abgezogen, bleibt es bei diesem Abzug nur, wenn Sie nachweisen, dass der Pkw im Jahr des Kaufs und im Folgejahr insgesamt mindestens zu 90 Prozent betrieblich genutzt wird.

Beispiel: Haben Sie im Jahr 2013 einen Investitionsabzugsbetrag von 16.000 Euro für den Kauf eines neuen Firmenwagens vom Gewinn abgezogen und den Pkw im Jahr 2015 tatsächlich gekauft, müssen Sie für 2015 und für 2016 ein Fahrtenbuch führen und nachweisen, dass der Pkw zu mindestens 90 Prozent betieblich genutzt wurde.

Wann kippt der Investitionsabzugsbetrag rückwirkend?

Der Investitionsabzugsbetrag kippt trotz Investition im Jahr 2015, wenn

  • Sie nicht nachweisen können, dass der Firmenwagen im Jahr 2015 oder im Jahr 2016 zu mindestens 90 Prozent betrieblich genutzt wurde (BMF, Schreiben v. 20.11.2013, Az. IV C 6 - S 2139-b/07/10002, Tz. 58).
  • Sie kein Fahrtenbuch führen, sondern den Anteil der Privatnutzung nach der 1 Prozent-Regelung ermitteln.
 

Dass der Investitionsabzugsbetrag rückwirkend kippt, bedeutet, dass das Finanzamt den Einkommensteuerbescheid ändert, in dem der Investitionsabzugsbetrag gewinnmindernd berücksichtigt wurde. Die Steuerersparnis ist zurückzuzahlen.

Dienstwagen für einen Mitarbeiter 

Nutzen Sie den Firmenwagen als Einzelunternehmer oder als Mitunternehmer einer Personengesellschaft selbst, führt im Jahr des Kaufs und im Folgejahr nichts an der Führung eines Fahrtenbuchs vorbei.  

Tipp: Es gibt jedoch einen eleganten Ausweg, den Investitionsabzugsbetrag auch ohne Fahrtenbuch zu retten. Das funktioniert, wenn der Pkw einem Mitarbeiter als Dienstwagen zur Verfügung gestellt wird. In diesem Fall gilt der Pkw als zu 100 Prozent betrieblich genutzt. In welchem Umfang der Arbeitnehmer diesen Dienstwagen privat nutzt, spielt dann keine Rolle (BMF, Schreiben v. 7.7.2006, Az. IV B 2 – S 2177/ - 44/06). dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

Mehr Informationen zum Thema bietet dieses kostenfreie E-Book.

Downloads
  • Checkliste zum Investitionsabzugsbetrag (PDF, 227 kB)

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