Das Handwerk in Niederbayern und der Oberpfalz hat sich – gemessen an der allgemeinen Wirtschaftslage – in den Monaten Juli, August und September dieses Jahres gut behauptet und konnte nach einem schwachen Start zu Beginn des Jahres deutlich zulegen.
Die Geschäftslage hat sich im dritten Quartal noch einmal verbessert, so der jüngste Konjunkturbericht der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. Nur jeder fünfte Handwerksbetrieb beurteilt seine derzeitige Wirtschaftslage schlecht.
Die Wirtschaftsdaten der Umfrage zeigen auf, dass die Entwicklung des Handwerks parallel zum Geschäftsklima-Index des Ifo-Institutes verläuft, jedoch auf deutlich höherem Niveau. Damit, stellt die Handwerkskammer in ihrem Bericht fest, könne das Handwerk einen wichtigen stabilisierenden Beitrag für die Wirtschaftsentwicklung leisten.
Eine positive Entwicklung verzeichnen insbesondere das Ausbau- sowie das Bauhauptgewerbe. Erfreulicherweise haben die Handwerke für den gewerblichen Bedarf die gravierenden Bremsspuren der Wirtschaft zum Teil überwunden und sind im Durchschnitt bereits im positiven Bereich. Im Kraftfahrzeug- und Gesundheitsgewerbe ist nach wie vor die Geschäftslage allerdings nicht befriedigend. Somit spiegelt laut Handwerkskammer das Handwerk ein differenziertes Bild der Wirtschaftslage wider.
Immerhin berichten 90 Prozent aller Betriebe von einer guten beziehungsweise einer sehr guten Betriebsauslastung. 22 Prozent aller Betriebe melden gestiegene Umsätze. Der Beschäftigtensaldo ist positiv. 17 Prozent aller Handwerksbetriebe in Niederbayern und der Oberpfalz haben Einstellungen vorgenommen. Über gesunkene Auftragseingänge berichten nach wie vor das Kraftfahrzeuggewerbe mit 42 Prozent, das Gesundheitsgewerbe mit 44 Prozent sowie die Handwerke für den privaten Bedarf mit 33 Prozent.
Die Investitionstätigkeit ist insgesamt zurückgegangen. Die Erwartungen der Handwerksbetriebe für das letzte Quartal dieses Jahres bleiben hinter der gegenwärtigen Geschäftslage zurück. So gehen 30 Prozent aller Betriebe von sinkenden Auftragseingängen und fast jeder dritte Betrieb von sinkenden Umsätzen aus. Auch die Beschäftigtenzahl wird voraussichtlich nicht gehalten werden können. So rechnen immerhin 17 Prozent der über 34.000 Handwerksbetriebe in Ostbayern mit sinkenden Beschäftigtenzahlen.
Serie
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