DHZ-Leserreporter klagt über massive Tariferhöhung
Gema-Gebühren sorgen für Verstimmung im Café
Im Konditorei-Café Grass in München wird den Gästen der Genuss von Kaffee und Kuchen mit einem Radioprogramm versüßt. Doch was dem Inhaber von der Gema anfang des Jahres mitgeteilt wurde, war gar nicht nach dem Geschmack von Walter Baptist, der sich daraufhin als Leserreporter an die Deutsche Handwerks Zeitung wandte.
Die Gebühren, die die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) für das Abspielen eines Radioprogramms für das Café Grass mit seinen 55 Plätzen erhebt, sollten von 28,12 auf 72,33 Euro pro Quartal steigen. „Die Vergütungssätze haben sich geändert“, hieß es zur Begründung. Eine derartige Gebührenerhöhung hielt der Cafétier schlichtweg für unverschämt. Tatsächlich kann es eine derart hohe Tariferhöhung nicht gegeben haben, bestätigte Gema-Sprecherin Isabel Palmtag. Die jährlichen Tariferhöhungen hätten zuletzt bei 1,25 Prozent gelegen. Sie empfiehlt den Cafébetreibern, sich mit der zuständigen Gema-Bezirksdirektion in Verbindung zu setzen, um Aufschluss über die Tarifgestaltung zu erhalten. „Sollte ein Fehler passiert sein, wird der sicherlich korrigiert werden.“ Die Gema übernimmt als Verwertungsgesellschaft die Aufgabe, das geistige Eigentum von Musikschaffenden zu schützen, ihre Interessen zu vertreten und dafür Sorge zu tragen, dass sie für die Nutzung ihrer Werke angemessen vergütet werden. ste