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Geld sparen bei der Gasrechnung Gaspreise: Gewerbebetriebe zahlen oft zu viel

Zum Beginn der Heizperiode haben viele Gasanbieter die Preise gesenkt. Doch das kommt in einigen Fällen nicht bei denjenigen an, die später die Rechnung zahlen. Vor allem Gewerbebetriebe sollten sich die Abrechnungen genau ansehen.

 „Vergleichen lohnt sich“ lautet die Devise auch bei den Gaspreisen. Denn obwohl Gasanbieter oft weniger für den Gaseinkauf bezahlen müssen, kommt diese Kostensenkung nicht immer bei den Kunden an. Vor allem Gewerbetreibende bezahlen in manch einem Grundversorgertarif zu viel. Sie sollten sich intensiver mit den verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten auseinandersetzen, die es für Gewerbekunden gibt.

So meldet der Gasanbieter DEG Deutsche Energie GmbH, dass bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter manchmal Kostenersparnisse bis zu 20 Prozent weniger im Jahr möglich seien. Bei der Berechnung geht die DEG von einem Verbrauch von 50.000 Kilowattstunden aus.

Gasvertrag: Alternativen nutzen und Preise vergleichen

Voraussetzung für einen Wechsel ist das genaue Vergleichen der Konditionen und der verschiedenen Möglichkeiten des Gasbezugs. Neben der Bereitstellung über den örtlichen Grundversorger gibt es auch alternative Modelle. So können Ausschreibungen oder Auktionen manchmal deutlich bessere Konditionen bieten. Denn noch immer geben Grundversorger gesunkene Kosten nicht an die Verbraucher weiter, obwohl dies mehrfach kritisiert wurde.

Es gilt also, vorhandene Lieferverträge zu kennen und mit denen von anderen Versorgern und anderen Versorgungsmodellen zu vergleichen. Genaue Angaben – also Kostenvoranschläge – sollten Gaskunden von den jeweiligen Anbietern einfordern.

Erdgaspreise fallen: So profitieren Sie davon

Laut der DEG liegen die Kosten in einem Grundversorgungstarif deshalb oft höher als sie müssten, weil noch eine Ölpreisbindung enthalten ist. Das Vergleichsportal Verivox weist erklärt zudem, dass Großhandelspreise für Erdgas gesunken sind. Darauf sollten Gaskunden bei einer Verhandlung mit dem Gasanbieter hinweisen.

So schaffen die Preissenkungen anderer auch einen Spielraum für Verhandlungen über die eigenen Konditionen. So zeigt die Statistik für die Einfuhrpreise des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, dass der Preis für ein Terajoule Erdgas im Juli 2014 noch bei 5.709 Euro lag und im Juli 2016 ist er um rund 30 Prozent auf 3.990 Euro gesunken ist. Laut Verivox lässt sich eine ähnliche Entwicklung bei den Börsenpreisen für Erdgas beobachten. Auch hier seien die Preise zwischen Juli 2014 und Juli 2016 um rund 22 Prozent gesunken. dhz

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