Füllhorn für Rundfunkanstalten zulasten des Mittelstandes - Halle (Saale) - deutsche handwerks zeitung

Halle (Saale) - 18.06.2010

Das Handwerk lehnt das neue Gebührenmodell für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab

Füllhorn für Rundfunkanstalten zulasten des Mittelstandes

Entgegen den Forderungen aus dem Handwerk haben sich die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Entscheidung für ein geändertes Rundfunkgebührenmodell für einen Weg entschieden, der vor allem den Mittelstand belastet.

"Das Handwerk fordert eine grundlegende Umstellung des bisherigen Finanzierungssystems. Eine Geräteabgabe ist nicht zeitgemäß. Der Vorschlag der Ministerpräsidenten belastet aber ausgerechnet kleine Betriebe überproportional. Das bedeutet eine weiter große Abrechnungs- und Kontrollbürokratie und lässt jeden Sparwillen vermissen", sagte der Präsident des Handwerkstages Sachsen-Anhalt, Thomas Keindorf.

Nach dem neuen Modell wären Inhaber von Handwerksbetrieben dreifach belastet: einmal als Privatperson, einmal als Unternehmensinhaber mit Betriebsstätte und einmal als Besitzer eines Firmenfahrzeugs.

Auch Betriebe ohne Geräte seien künftig zur Zahlung verpflichtet. Dabei sei die Nutzung von Fernsehprogrammen in Unternehmen eine Ausnahme. Die degressive Staffelung der Rundfunkgebühr nach Beschäftigtenzahl führe zudem zu einer Sonderbelastung für kleine Betriebe. Ein Betrieb mit zehn Beschäftigten zahle mehr als das Achtfache pro Arbeitnehmer als ein Betrieb mit 800 Beschäftigten.

"Das Modell ist mit der vom Land Sachsen-Anhalt festgeschriebenen Mittelstandsfreundlichkeit nicht zu vereinbaren", so Keindorf. "Wir werden dies von der Landesregierung sehr deutlich einfordern."

Ganz besonders irritiere der mangelnde Sparwillen seitens der Rundfunkanstalten. So sollen die Handwerksbetriebe zusätzlich belastet, die Werbemöglichkeiten der öffentlich-rechtlichen Sender aber beibehalten werden.

 
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2012
Alle Rechte vorbehalten

Kommentare und Bewertungen Kommentar verfassen

Durchschnittliche Bewertung dieses Artikels:
starstarstarstarstar
(0 Bewertungen)
Ihre Bewertung dieses Artikels:

Zum Bewerten klicken Sie bitte auf die Sterne

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar

Steuerarchiv

 
Alle täglichen Steuertipps zum Nachlesen im Archiv.

Umfrage

Sollte die Bundesregierung besser sparen oder die Steuern senken?

Termine

26.05.2012 - 29.05.2012
ENVER
28.05.2012 - 02.06.2012
BIEMH
28.05.2012 - 01.06.2012
METALLOOBRABOTKA

Wissensquiz

Teaserbild Quiztool
Schätzen Sie mal ...
mehr

Umfrage

Solarkürzung: Soll sie kommen oder nicht?

Lexika

Web 2.0

Der Begriff "Web 2.0" entstand im Zusammenhang mit einer Konferenz gleichen Namens, die der amerikanische Verleger und IT-Experte Tim O'Reilly ins Leben rief.

Meinung

Letzter Hoffnungsanker Gelddrucken?

Die deutsche Wirtschaft und der deutsche Steuerzahler müssen sich wohl damit abfinden, mit noch größeren Beträgen für die Schulden klammer Euro-Partnerländer haften zu müssen. Statt Schuldenabbau also neue Schuldenberge? Dies scheint der bittere, gemeinsame Nenner der Wahlen in Frankreich und Griechenland zu sein. Von Hajo Friedrich

Steuerarchiv

 
Alle täglichen Steuertipps zum Nachlesen im Archiv.

Reise

Nur nicht nach unten schauen!

Das Rofangebirge am Achensee, ideal für Profis und Einsteiger. Und nach einer spannenden Tour mit Helm, Klettergurt und Karabinerhaken kommt die Erkenntnis: Bergsteigen ist kein Klacks. Von Raimund Haser

Newsletter

DHZ-Aktuell

Termine

26.05.2012 - 29.05.2012
ENVER
28.05.2012 - 02.06.2012
BIEMH
28.05.2012 - 01.06.2012
METALLOOBRABOTKA