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Kampf gegen Winterrückstände Frühjahrspflege für das Auto – sechs Tipps

Die Frühjahrspflege beim Auto steht an. Das heißt, vor allem gegen Salzreste aus dem Winter vorzugehen. Sechs Tipps, die helfen, sein Auto fit für den Frühling zu machen.

Die Frühjahrspflege des Autos sollte dann anstehen, wenn die Straßen nicht mehr gestreut werden und die Salzkruste, die sich am Auto gebildet hat, nicht bei jeder Fahrt Nachschub bekommt. Diese sechs Pflegetipps helfen, um das Auto frühlingsfit zu machen .

1. Essig für den Innenraum

Auch bei einem hochkomplexen Produkt wie dem Auto helfen für die Pflege oft noch Hausmittel. Ein Beispiel gefällig? Essig. Die saure Flüssigkeit kann gegen die Rückstände des Winters Wunder wirken. "Durch die nasse Jahreszeit kann es zu einem muffigen Geruch im Innenraum kommen", sagt Markus Herrmann vom Bundesverband Fahrzeugaufbereitung (BFA). Dagegen hilft herkömmlicher Essig. Tipp: Ein, zwei Schalen mit Essig im Fußraum über Nacht aufstellen, das tötet die Bakterien, und der Geruch verschwindet wie von selbst.

2. Wäsche mit Vorwäsche 

Bevor Halter ihr Auto in die Waschhalle fahren, sollten Streusalz und hartnäckige Schmutzablagerungen entfernt werden. Diese können wie Schmirgelpapier wirken. Mit einem Dampfstrahler oder einer Waschbürste kann dem groben Dreck am Blech zu Leibe gerückt werden. Achtung bei der Verwendung eines Hochdruckreinigers. Hier ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 15 Zentimeter ratsam, andernfalls könnten etwa Gummidichtungen Schaden nehmen. Diese sollten ohnehin eine Sonderbehandlung bekommen. Damit sie nicht spröde werden, können sie mit fetthaltigem Talg oder Gummibalsamspray eingerieben werden.

In der Waschstraße sind Pflegeprogramme, die auch den Unterboden und die Radläufe reinigen, empfehlenswert. Dort hält sich das aggressive Salz des Winters am längsten. Weil die Waschwalzen nicht jeden Winkel erreichen, ist eine zusätzliche Handwäsche an Falzen, Kanten und Ritzen sinnvoll. Dabei sollten ein weicher Schwamm oder Waschhandschuhe benutzt werden, die man in kurzen Abständen gründlich ausspült - denn auch Schmutzreste können kleine Kratzer im Lack hinterlassen.

3. Lackstift - Gegen Macken im Lack 

Streusplitt verleiht im Winter mehr Grip auf den Straßen, hat ansonsten aber eher negative Eigenschaften. Wenn Schnee und Eis getaut sind, sorgt er als Rollsplitt für Schleudergefahr. Und wird er gegen Autos geschleudert, beschädigen die kleinen Körnchen oft den Decklack. Manchmal schlagen sie sogar bis aufs Blech durch.

Um die Schäden aufzuspüren, hilft es, neben der Sichtkontrolle mit der flachen Hand nach Unebenheiten in der Oberfläche zu suchen. Die Steinschläge werden mit einem Lackstift in Wagenfarbe, den es beim Markenhändler gibt, ausgebessert. "Hierzu den Stift vorher in die warme Hosentasche stecken, so wird der Lack dünnflüssiger, und man bringt nicht zu viel Farbe auf", rät Herrmann.

Zeigt sich bereits Rostbefall an der beschädigten Stelle, muss dieser vorher gründlich entfernt werden. Das sollte vor allem bei Metallic-Lacken einem Fachbetrieb überlassen werden. Um den Lack im Nachgang zu schützen, hilft eine Schicht Hartwachs. Dieses Wachs kann einfach per Hand aufgetragen werden. Noch effektiver: Eine so genannte Nanoversiegelung. Autofahrer können diese ebenfalls selbst vornehmen. Entsprechende Mittel gibt es im Zubehörhandel.

Oldtimer 2016

4. Dauerhafter Durchblick dank sauberer Scheiben

Auch für die Autoscheiben gibt es Nanoversiegelungs-Sets zu kaufen. Doch erst einmal gilt es, den Schmutzfilm auf dem Glas zu entfernen - außen wie innen. Insbesondere betroffen die Innenseite der Windschutzscheibe. Dabei kommen am besten zunächst ein Haushalts-Glasreiniger und Küchenpapier oder ein Mikrofasertuch zum Einsatz.

Wer einen nachhaltigen Effekt erzielen möchte, kann anschließend eine Versiegelung vornehmen. Ebenfalls wichtig: Die Wischerblätter sollten keine Streifen ziehen. Schmieren sie, haben die Gummilippen wahrscheinlich ausgedient und sollten gewechselt werden. Dabei nicht den Wischer an der Heckscheibe vergessen.

5. Sonderschicht im Motorraum 

Wer die Motorhaube öffnet, wird nicht selten die letzten Spuren des Herbstes entdecken. In der Regel unterhalb der Windschutzscheibe gammelt braunes Laub vor sich hin. Damit aber die dortigen Wasserabläufe nicht verstopfen, müssen die Blätterreste weg. Und eine weitere Gefahr besteht: Oft befinden sich in der Nähe auch die Öffnungen, durch die Luft für den Innenraum angesaugt wird. Wer hier nicht reinigt, läuft Gefahr, dass Wasser ins Auto gelangt.

Um Straßenschmutz, Salzkrusten und Ölbelag aus dem Motorraum zu verbannen, die auf Dauer elektrische Steckverbindungen beeinträchtigen können, ist für viele Autofahrer eine Motorwäsche die beste Lösung. Diese sollte ein Fachmann aus dem Kfz-Handwerk übernehmen. Denn: Unsachgemäße Handhabung kann elektronische Bauteile schädigen.

6. Reinheit im Innenraum 

Zunächst gilt: Alles muss raus. Vielleicht liegen im Auto ja noch die Schneeketten, eine Schippe oder weitere Utensilien, die man im Winter brauchte. Werden all diese Dinge nicht mehr mit herumgefahren, hat das nebenbei auch einen kleinen Spritspareffekt. Werden alle Fußmatten und alle losen Bodenbeläge herausgenommen, zeigt sich, ob der Fahrzeugboden von etwaigen Schneeresten noch feucht ist.

Um die Feuchtigkeit zu binden, hilft das Auslegen von Zeitungspapier. Wichtig ist dieser Schritt, weil Feuchtigkeit ein idealer Nährboden für Pilze und Bakterien ist, vor allem, wenn in Teppichen und Polstern. Die Reinigung aller Polster und Fußmatten sollte zu jeder Frühjahrspflege des Autos gehören und spezielle Polster- oder Lederreiniger verwendet werden. dhz/dpa

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