Konjunktur -

Familienunternehmen haben die Nase vorn

Deutsche Familienunternehmen legten 2010 beim Umsatz kräftig zu. Die 30 größten von Ihnen übertrafen sogar das Niveau des Vorkrisenjahres und hatten auch im Vergleich zu den 30 größten Publikumsgesellschaften die Nase vorn.

"Niemand hätte noch vor einem Jahr gedacht, dass die Unternehmen binnen eines so kurzen Zeitraumes den krisenbedingten Umsatzeinbruch mehr als wettmachen würden", sagte IFF-Präsident, Mark K. Binz. Der Umsatz der größten 30 deutschen Familienunternehmen belief sich im Jahr 2010 auf 709,2 Milliarden Euro, was rund 14 Prozent mehr ist als noch ein Jahr zuvor. Im Vorkrisenjahr 2008 erzielten die 30 analysierten Unternehmen einen addierten Umsatz von 658,4 Milliarden Euro. Besonders positiv entwickelten sich die automobilnahen Unternehmen.

Die Erfolgsbilanz der Familienunternehmen zeigt sich aber auch im Vergleich mit dem Publikumsgesellschaften. Die 30 größten Publikumsgesellschaften (ohne Banken und Versicherungen) wie Daimler, E.ON oder Siemens & Co. erzielten 2010 laut IFF einen Umsatz von 750,4 Milliarden Euro, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von zehn Prozent. Im Vergleich mit dem Vorkrisenjahr 2008 sind die Umsätze der großen Börsenkonzerne sogar leicht um 0,6 Prozent gesunken. "Die Familienunternehmen schnitten damit in den beiden vergangenen Jahren hinsichtlich ihres Wachstums besser ab als die Gesellschaften mit breit gestreutem Börsenkapital", so Binz. Dieser Trend lässt sich nun seit mehreren Jahren ungebrochen beobachten. Das Modell des Familienkapitalismus deutscher Prägung, so Binz, erweist sich damit als ausgesprochen robust und zukunftsfähig.

dhz

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