Zweiradmechaniker und -Händler können ein gutes Werk tun, wenn sie ihre Kunden auf den drastisch zunehmenden Fahrraddiebstahl hierzulande hinweisen. Die Deutsche Handwerks Zeitung erklärt, welche Versicherung wann greift und gibt Tipps, wie Räder am sichersten abgestellt sind.
Das Fahrrad ist beliebt bei den Deutschen. Genauso beliebt scheint aber auch der Fahrraddiebstahl zu sein. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik PKS wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 328.748 Fahrräder gestohlen. Das sind über sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Gesamtschaden betrug 150 Millionen Euro. "Aber je nach gewählter Versicherungsvariante ersetzen Hausratpolicen und reine Fahrradversicherungen in der Regel den Schaden", sagen die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG).
Die Möglichkeiten im Einzelnen:
Fahrräder sind häufig über die Hausratversicherung mitversichert. In diesem Fall zahlt der Versicherungsnehmer meistens ein bis zwei Prozent der Versicherungssumme mehr im Jahr. In der Regel müssen dabei jedoch gesonderte Konditionen vereinbart werden. "Bevor Fahrradbesitzer eine Hausratpolice abschließen, sollten sie sich genau informieren, welche Kosten diese bei Diebstahl übernimmt", empfiehlt die DVAG. "In manchen Fällen kann es sich auch lohnen, die alte Hausratversicherung zu kündigen und eine neue abzuschließen." Denn es gibt mittlerweile Versicherungen, mit denen Fahrräder unbegrenzt versichert sind. Der Vorteil dabei ist: Wer ein wertvolleres Rad besitzt, ist damit auch bestens abgesichert bei Diebstahl.
Auch in anderen Punkten ist der genaue Vergleich der Versicherungskonditionen sinnvoll. Generell gilt zwar: Versicherer zahlen nur, wenn das gestohlene Rad – auch drinnen – angeschlossen war. Aber viele Hausratpolicen beinhalten noch die sogenannte "Nachtklausel". In diesem Fall ist das Rad zwischen 22 und 6 Uhr nur versichert, wenn es "in Gebrauch" ist – etwa wenn jemand ins Kino geht, sein Rad dort anschließt und nach der Vorstellung damit wieder nach Hause fahren will. Ist das Fahrrad nachts nicht "in Gebrauch" und es ist vor der eigenen Haustür geparkt, muss die Versicherung bei einem Diebstahl nicht zahlen. Doch es gibt Versichereungen mit "Rund-um-die-Uhr-Schutz".
Sollte der Fahrraddiebstahl nicht über die Hausratversicherung abgedeckt sein, gibt es spezielle Fahrradversicherungen (reine Diebstahl- oder Kaskoversicherungen). Voll- und Teilkaskoversicherungen schützen gleichzeitig auch gegen Vandalismus oder bei einem Unfall. Der Fahrradbesitzer sollte jedoch genau überlegen, ob eine spezielle Fahrradversicherung tatsächlich sinnvoll ist: Denn anders als bei einer Hausratpolice können die jährlichen Prämien mitunter sehr kostspielig sein. "Eine spezielle Fahrradversicherung lohnt sich nur, wenn das Rad besonders wertvoll ist – also rund 1.500 Euro und mehr gekostet hat", sagt Roland Huhn, Rechtsreferent des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).
Damit das Rad sicher an jedem Ort steht, sollten Radbesitzer folgendes beachten:
Fahrraddiebstahl greift, wie man sieht, um sich! Schützt euer Rad vor Dieben. Es wurde euch gestohlen? Dann gebt es deutschlandweit zur Jagd frei! FahrradJäger hilft!
Auf www.fahrradjaeger.de haben wir übrigens auch einen ausführlichen Vergleich spezieller Fahrradversicherungen zusammengestellt!
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