Die Handwerkskammer Halle hat die Erklärung der Stadt Halle und des Landesumweltamtes begrüßt, in Halle vorerst keine "Umweltzonen" einzurichten.
Nicht nur aus Sicht vieler Handwerksbetriebe wäre eine solche Fahrverbotszone für ältere Fahrzeuge eine schwere wirtschaftliche Belastung, betonte Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Rogahn am Rande der Altmeisterfeier im "Maritim" in Halle: "Die Argumente gegen Umweltzonen sind ja nicht neu: Sie bekämpfen nicht die Ursachen der meist wetterbedingten Feinstaubbelastung, sie verlagern nur Verkehr, sie schädigen die Wirtschaft. Wir unterstützen die Forderung der Stadt Halle, den Autobahnring und die 'Osttangente' fertigzustellen, sowie den öffentlichen Nahverkehr zu stärken." Rogahn unterstützte die prinzipiellen Zweifel des Beigeordneten Dr. Pohlack an der Wirksamkeit von Umweltzonen. "Umweltzonen sind für die Bekämpfung von Feinstaub unwirksam. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Deshalb fordern wir, das Thema Umweltzone nicht nur zu vertagen, sondern gänzlich von der Tagesordnung zu nehmen."