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EEG-Umlage Energiewende: Preise 2016 noch stabil

Die Strompreise in Deutschland sind in diesem Jahr erstmals nicht durch die EEG-Umlage gestiegen. Auch 2016 wird das so bleiben. Das sagt zumindest der Netzbetreiber 50Hertz. Die Ökostrom-Umlage soll "relativ stabil" bleiben.

Mit 6,17 Cent pro Kilowattstunde ist der Preis in diesem Jahr im Vergleich zu 2014 erstmals um 0,07 Cent leicht gesunken. Das liege vor allem daran, dass mehr neue Windräder als Solaranlagen gebaut wurden. In den letzten zehn Jahren hat der Preis sich jedoch verneunfacht. 2016 werde es voraussichtlich keinen nennenswerten Anstieg der Preise geben, da "der Erneuerbare-Energien-Ausbau günstiger als erwartet" sei, sagte Unternehmenschef Boris Schucht.

Ohne Trasse geht's an die Kasse

Ohne einen Ausbau der Nord-Süd-Stromtrassen werde der Strompreis in Süddeutschland auf lange Sicht deutlich steigen, sagt 50Hertz. Engpässe in der heimischen Versorgung müssen dann durch den Einkauf von Strom aus dem Ausland ausgeglichen werden. In einigen Jahren müssten Verbraucher dann bis zu fünf Prozent, Unternehmen gar bis zu zehn Prozent mehr zahlen.
Umstritten sind die geplanten Höchstspannungsleitungen besonders in Bayern. Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Norden und Osten müsste ohne neue Trassen in etwa fünf Jahren gestoppt werden. Sollte es so kommen, werde Deutschland in zwei Strompreiszonen zerfallen, so der Betreiber.

Die Umlage ist Teil des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen regelt und den Erzeugern feste Vergütungen garantiert. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen entspricht dabei dem Umlagebeitrag. In Bezug auf ökonomische und ökologische Faktoren ist die Umlageregelung allerdings umstritten.

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