Energie- und Klimaschutz weiter fördern - Sachsen - deutsche handwerks zeitung

Sachsen - Ausgabe 5/2010

Energie- und Klimaschutz weiter fördern

Abwrackprämie für Heizungen in Sachsen nur für private Antragsteller ausgelaufen

Die so genannte Abwrackprämie für alte Heizkessel in Sachsen ist am 12. Februar 2010 für private Antragsteller ausgelaufen. Auch die letzten 1.000 Anträge gingen weg wie warme Semmeln, berichtete das sächsische Umweltministerium.

Der Freistaat Sachsen hat seit Mai vergangenen Jahres den Austausch von Öl- und Gaskesseln in moderne Brennwerttechnik gefördert. Insgesamt 27 Millionen Euro Fördergelder flossen in den groß angelegten Kesseltausch, damit die Umweltbelastung weiter reduziert wird. Gerade den sächsischen Innungsfachbetrieben der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche sowie den Heizkesselherstellern ist das sächsische Förderprogramm zugutegekommen.

In diesem Zusammenhang kritisierten die Chemnitzer und die Dresdener Handwerkskammer die Streichung von Fördermitteln durch die Sächsische Richtlinie für Energie- und Klimaschutz. Damit werde ein überaus nützliches Konjunkturprogramm reduziert, von dem sowohl die Verbraucher als auch die Handwerker und nicht zuletzt die Umwelt profitiert haben, schätzt der Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, Dietmar Mothes, ein. „Energieeffizienz muss auch weiterhin ein zentrales Thema für den Freistaat bleiben. Deshalb fordern wir die sächsische Landesregierung auf, die Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen fortzusetzen, sowohl für Privathaushalte als auch für das Gewerbe“, mahnt der Dresdner Kammerpräsident Claus Dittrich.

Unternehmen, Kommunen und Landkreise können und sollten auch zukünftig Anträge zum Heizkesseltausch stellen. Gerade bei größeren Heizkesseln von Vermietern oder Gewerbekunden rechnet sich der Heizkesseltausch finanziell noch mehr. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen, zum Beispiel der Kreditanstalt für Wiederaufbau, sollte geprüft werden. Die Abwrackprämie gilt nicht für Heizungsanlagen, die bereits der gesetzlichen Austauschpflicht unterliegen, für Anlagen, die bereits über eine Brennwerttechnik verfügen, sowie für Selbstinstallationen. Die Modernisierungsmaßnahme ist durch einen Fachbetrieb auszuführen. Gleiches gilt für die spätere Wartung. Unter www.abwrackpraemie-heizung-sachsen.de können sich Interessenten nach wie vor informieren.dhz

 
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