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Studie auf der CES in Las Vegas Elektro-Bulli: VW zeigt Transporter-Vision

Ein VW-Bulli, der rein elektrisch fährt und an klassische Transporter-Tradition anknüpft. Diese Vision präsentierte der Autokonzern jetzt in Las Vegas. Ein erster Blick auf den Budd-E.

Noch kämpft VW mit den Folgen der Abgasmanipulation bei Diesel-Fahrzeugen. Doch auf der Messe CES in Las Vegas präsentiert der Autohersteller seine Vision vom Auto der Zukunft.

Er sieht cool aus, ist vernetzt, lässt sich mit Gesten steuern und fährt mit Strom: Mit der Studie Budd-E stimmt VW die Kunden auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas auf die nächste Generation von Elektrofahrzeugen ein. Die 4,60 Meter lange Neuinterpretation des legendären Kleintransporters nutzt dem Unternehmen zufolge als erste Studie den sogenannten Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) mit einem 92,4 kWh großen Akku für mehr als 500 Kilometer Reichweite. Ein Schnellladesystem soll Boxenstopps unter einer halben Stunde möglich machen.

Zwei Elektromotoren sorgen für Tempo

Angetrieben wird die Bulli-Studie von zwei Elektromotoren mit 100 kW/136 PS an der Vorder- und 125 kW/170 PS an der Hinterachse. Zugleich bekommt der bis zu 180 km/h schnelle Viersitzer ein neues Bedien- und Infotainment-System. So gibt es im Cockpit kaum mehr Knöpfe, und die meisten Funktionen können mit neuartigen Touchfeldern oder mit Gesten aktiviert werden. Selbst im Lenkrad sind dafür berührungsempfindliche Flächen untergebracht, die Türen öffnet man mit einer angedeuteten Bewegung im freien Raum.

Die Anzeigen erfolgen über ein weiterentwickeltes digitales Kombiinstrument, und für die Unterhaltung bei Zwischenstopps prangt in der Seitenwand gegenüber der großen Schiebetüre des variablen Viersitzers ein 34 Zoll großer Bildschirm. Dank einer schnellen Online-Verbindung sei der Budd-e auch unterwegs vernetzt. So kann der Fahrer vom Steuer aus theoretisch Funktionen in seinem Smart Home aktivieren, zum Beispiel in den Kühlschrank schauen oder die Haustür öffnen. Selbst an den Regenschirm kann einen Budd-e erinnern.

Umsetzung im Laufe des Jahrzehnts möglich

Ob, wann und wie der Budd-e in Serie geht, haben die Niedersachsen bei der Messepremiere zwar offengelassen. Doch viele Komponenten vom MEB bis zur erweiterten Gestensteuerung oder der Vernetzung mit dem sogenannten Internet der Dinge befinden sich dem Unternehmen zufolge bereits in der Entwicklung und sollen noch im Lauf des Jahrzehnts umgesetzt werden.

Mit dem "Microbus" hatte VW bereits 2001 eine modernisierte Transporter-Neuauflage vorgestellt, die sich damals optisch noch stärker am Original orientierte. Das Konzept wurde gut aufgenommen, das Auto ging jedoch nie in Serie.

e-Golf mit Touchbedienung

Neben dem BUDD-e führte VW in Las Vegas auch den e-Golf Touch vor, der einen Elektroantrieb hat und im Cockpit auch per Gestensteuerung bedient werden kann. Der e-Golf Touch könne bereits dieses Jahres auf dem Markt sein.

Ein Erfolg bei alternativen Antrieben könnte VW auch helfen, den Abgasskandal hinter sich zu lassen. Zum Beginn des Auftritts auf der CES entschuldigte sich der neue VW-Markenchef für die Manipulation der Abgaswerte bei rund elf Millionen Fahrzeugen. dpa/dhz

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