Stuttgart -

„Eine muss ja mal anfangen“

Jung und dynamisch: Sandra Wolf wird stellvertretende Obermeisterin der Mechaniker-Innung Rems-Murr-Kreis

Besondere Zeiten erfordern besondere Menschen“, sagt Obermeister Marja Janza und meint damit seine Stellvertreterin Sandra Wolf. 34 Jahre jung ist die Juniorchefin der WOLF Maschinenbau GmbH in Oppenweiler. Mitte März 2010 wurde die neue Führungsspitze der Mechaniker-Innung Rems-Murr einstimmig gewählt.

Die Wahl von Sandra Wolf und Marja Janza war ein deutliches Signal an die jüngeren Kollegen der Mechanikerbranche im Rems-Murr-Kreis. „Es sind immer noch viel zu wenig Junge, die sich für die Innung engagieren“, weiß die frischgebackene stellvertretende Obermeisterin. „Also habe ich mir gesagt: Eine muss ja mal anfangen.“

„Wir garantieren höchste Qualität“

Mut, Engagement und Tatkraft sind Eigenschaften, die das Familienunternehmen WOLF bereits seit drei Generationen auszeichnet. Mit der Vermietung von Autokranen hatte der Großvater Ernst Wolf sen. 1931 das Geschäft am noch heute bestehenden Standort Rüflensmühle begonnen. Seitdem wurden ständig neue Ideen geboren und in die Tat umgesetzt, die das Traditionsunternehmen in Oppenweiler weiter vorangebracht haben. Das Spektrum erstreckte sich von der Entwicklung von Wasserturbinen für Mühlen und Sägewerke über die Herstellung von Derrick-, Laufkatzen- und Rundholzkranen bis hin zur Produktion von Öltanks.

Als der Firmengründer 1952 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte, übernahmen zunächst seine Tochter Isolde, später die Söhne Ernst und Robert Wolf die Geschäftsführung. In dieser Zeit entwickelte sich das heutige Schwerpunktprogramm: die Produktion von Zulieferteilen für den Sondermaschinenbau. Brennschneiden, Sandstrahlen und Lackierungen runden das Angebot ab. Aber noch immer ist die Firma WOLF vielerorts bekannt für die Vermietung von Autokranen.

„Der Einsatz von CNC-gesteuerten Präzisionsmaschinen garantiert höchste Qualität“, sagt Sandra Wolf über ihre Produkte, die mittlerweile für Industrie und Handwerk in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich bestimmt sind. Seit 2005 ist die studierte Betriebswirtschaftlerin neben ihrem Vater Ernst Wolf zu 50 Prozent an der Firma beteiligt. Während sich der Seniorchef um die technischen Prozesse kümmert, organisiert seine Tochter den Produktionsablauf, die Logistik, das Marketing und ist zuständig für das 25-köpfige Personal und die Auszubildenden. „Effektivität“ ist dabei ein wichtiges Schlagwort, das Sandra Wolf schon seit ihrer Diplomarbeit beschäftigt. „Gerade in unserem Gemischtwarenladen“, schmunzelt die junge Unternehmerin, „kommt es darauf an, dass wir so wenig Wege wie möglich gehen und unser vielfältiges Angebot gut präsentieren.“

www.wolf-maschinenbau-gmbh.de

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