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Sicherungstechnik Einbruch vermeiden: Handwerker informieren

Die richtige Sicherungstechnik kann vor Einbrüchen schützen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks gibt gemeinsam mit der Stiftung "Deutsches Forum für Kriminalprävention" wichtige Infos zur Vorsorge und Zuschüssen. Handwerker können die Tipps an ihre Kunden weitergeben.

Im Jahr 2014 entstand durch Einbrüche in Deutschland ein Schaden von mehr als 420 Millionen Euro. Allerdings scheint der Grundsatz "Sommerzeit ist Einbruchszeit" nicht mehr zu gelten. Die aktuelle Kriminalstatistik des Bundeskrimi­nalamts für das abgelaufene Jahr zeigt Überraschendes: Im Juli 2014 wurden bundes­weit "lediglich" 9.631, und im August 9.980 Wohnungseinbrüche begangen. Damit erfolgten in den beiden Urlaubsmonaten nur knapp 13 Prozent der Einbrüche in 2014.

Einbruchschutz nicht vernachlässigen

Also gilt es, in den kalten Monaten besonders vorsichtig zu sein. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks und die Stiftung "Deutsches Forum für Kriminalprävention" geben in ihrem Flyer "Einbruchschutz – der Staat fördert" wichtige Tipps.

Unter anderem finden sich dort Informationen über die staatliche Förderung von Einbruchschutz: Wie wird gefördert? Was wird gefördert? All diese Fragen werden ausführlich beantwortet. Außerdem gibt es relevante Tipps von der Polizei. Handwerksbetriebe können diese Hilfen an ihre Kunden weitergeben und so ausführlich zum Einbruchschutz beraten.

Größtes Risiko im Winter

In der Hochsaison des Jahres 2014 lag die Zahl der Wohnungseinbrüche im November bei 17.305 und im Dezember sogar bei 19.600 Einbrüchen. Mit insgesamt 152.123 Einbrüchen im gesamten Bundesgebiet stieg die Zahl gegenüber 2013 um knapp zwei Prozent. Besonders in den Metropolen schlugen die Kriminellen häufig zu: Die Hochburgen sind Berlin (12.159), Ham­burg (7.490) und Köln (5.057). In Städten wie Erlangen (61), Jena (67) und Ingolstadt (100) lebt es sich hingegen relativ sicher.


Rund 188 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner weist die Statistik des Bundeskriminalamtes für 2014 bundesweit aus. Mit 540 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner nimmt Bremen den unrühmlichen Spitzenplatz in der Einbruchsfrequenz ein.  Es folgen Hamburg (428,9) und Berlin (355,3)

Die zehn Bundesländer mit den häufigsten Wohnungseinbrüchen

  1. Bremen 540,8
  2. Hamburg 428,9
  3. Berlin 355,3
  4. Nordrhein-Westfalen 300,4
  5. Schleswig Holstein 267,4
  6. Saarland 250,8
  7. Niedersachsen 188,1
  8. Hessen 181,6
  9. Brandenburg 163,0
  10. Rheinland-Pfalz 145,7

Am sichersten lebt es sich hingegen in Thüringen (45,3 Einbrüche pro 100 Tsd. Einwohner), Bayern (65,1) und Sachsen (95).

Bei den Städten ab 200.000 Einwohnern fällt auf, dass vor allem Großstädte in Nordrhein-Westfalen betroffen sind. Mit Köln, Essen, Aachen, Dortmund, Düsseldorf, Bonn und Bochum sind gleich sieben NRW-Kommunen unter den zehn meistbetroffenen Städten.

Die Top-Ten-Städte ab 200.000 Einwohnern nach Wohnungseinbruchgefährdung

  1. Bremen (557,3)
  2. Köln (489)
  3. Dortmund (479,6)
  4. Essen (433,6)
  5. Hamburg (428.9)
  6. Aachen (421,6)
  7. Düsseldorf (416,2)
  8. Bonn (414,1)
  9. Bochum (406,7)
  10. Berlin (355,3)

Wie wichtig eine gute Einbruchsprävention aufgrund der richtigen Beratung, beispielsweise durch den Handwerker, ist, zeigt ein Blick auf die "Dreistigkeit" der Einbrecher. Diese kennt nämlich keine Grenzen. Ein großer Teil der Einbrüche (41,6 Prozent) wird in der Kriminalstatistik als Tageswohnungseinbruch aufgeführt (zwischen 6 und 21 Uhr). Die Möglichkeit bei Tageslicht schneller geschnappt zu werden, schreckt die Diebe offensichtlich nicht ab.

Vorsorge statt Nachsehen

Trotz guter Vorsorge, eine absolute Sicherheit vor Einbrüchen gibt es nicht. Aber dennoch lohnt es sich, in Sicher­heits­ein­richtungen zu investieren. Jeder zusätzliche Aufwand beim Einbruch, jede Zeit und jeder zusätzliche Lärm wird von Tätern gescheut. Die beliebteste Sicherheitsmaßnahme ist laut einer Auswertung des Preisvergleichsportals billiger.de die Überwachungskamera.

  1. Überwachungskameras (46,5%)
  2. Rolladenzubehör (28,7%)
  3. Schließtechnik (17,3%)
  4. Fenstergriffe (6,3%)
  5. Sonstige Sicherheitstechnik (1,2%)

Um das Risiko eines Einbruchs zu minimieren, ist Vorsorge also das wichtigste. Den Flyer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks direkt zum Download finden Sie hier. pm/dhz

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