Drei Schwaben bekommen Handwerkspreis - Schwaben - deutsche handwerks zeitung

Schwaben - 01.01.2005

Bayerischer Staatspreis auf der IHM: HWK Schwaben überproportional vertreten

Drei Schwaben bekommen Handwerkspreis

International waren die Preisträger des Bayerischen Staatspreises auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München 2010: Österreich, Holland, Korea, Japan, Spanien war dabei und auch aus ganz Deutschland waren Preisträger vertreten: von Halle an der Saale über Hamburg bis Berlin. Der Bayerische Staatspeis ist überall bekannt und begehrt.

Umso erfreulicher ist es, dass gleich drei der 21 Preisträger aus Bayerisch-Schwaben stammen. Zwei davon sind Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer für Schwaben (HWK): Diefenthaler LichtRäume GmbH aus Westendorf und die Lechnermühle aus Schiltberg. "Wir als Handwerkskammer für Schwaben sind stolz darauf, dass bei einem international horchrangig besetzten Wettbewerberfeld fast 15 Prozent aller Preisträger aus Schwaben stammen", erklärt Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK.

Energetisch optimiert

Gerade der Energiesektor ist stark im Kammerbezirk Schwaben und das spiegelt sich auch bei den schwäbischen Preisträger-Handwerkern wieder. So hat Diefenthaler einen Bodenanschluss für Wintergärten Glasfassaden entwickelt und die Lechnermühle stellte als Innovation den so genannten "Pelletomat" vor, ein mechanisch-pneumatisches Zuführsystem für Holzpellets.

Dieser "Pelletomat" ist eine Entwicklung zur so genannten Austragung von Holzpellets in Sacksilos, bei der die Gefahr der Verstopfung minimiert wird. Durch ein pneumatisch unterstütztes Rührwerk wird die Funktionalität der Austragung sichergestellt. Diese Entwicklung hat die Lechnermühle inzwischen sogar als Patent angemeldet. Gerhard Jacksch, Berater bei der HWK: "Ich konnte den Betrieb Lechnermühle schon bei dem Mühlomat in Sachen Patent beraten. Jetzt ist mit dem Pelletomat ein Produkt auf dem Markt und patentiert, das deutlich macht, wie viel Innovationspotenzial für das Handwerk im Umfeld der erneuerbaren Energien steckt."

Wintergarten ohne Barriere

Im Umkreis Energie, Klima, Wohnqualität spielen auch immer mehr Wintergärten eine große Rolle. Diefenthaler LichtRäume GmbHmacht nun Wintergärten auch für alte Menschen und für Menschen mit Behinderung zugänglich. Durch ein ausgeklügeltes Baukastensystem entsteht ein barrierefreier Sockelanschluss bei industriellen Standardtürsystemen (meist das so genannte Pfosten-Riegelsystem) für Wintergärten.

"Dass das Klimajahr der Handwerkskammer 2008 keine Eintagsfliege war, beweisen solche Innovationen, wie sie unsere schwäbischen Preisträger entwickelt haben. Wir unterstützen unsere Betriebe diesbezüglich durch intensive Beratung und Hilfestellungen. Das schwäbische Handwerk hat seinen Ruf als Deutschlands Klima-Experte Nummer eins völlig zu Recht,“ erläutert Jürgen Schmid, Präsident der HWK Schwaben, nicht ohne Stolz.

 
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