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Gastkommentar Digitalisierung im Betrieb: Man lernt nie aus

Durch die Digitalisierung kommen auf die Betriebe viele Herausforderungen zu. Die "Wirtschaft 4.0“ wird zudem die berufliche Bildung und die Berufe inhaltlich und methodisch verändern.

Zahnersatz aus dem 3D-Drucker, computergestützte Fahrassistenz-Systeme oder der zunehmende Einsatz von Robotern und Drohnen: Die Digitalisierung der Arbeitswelt, bekannt unter dem Schlagwort "Wirtschaft 4.0“, wird die berufliche Bildung und die Berufe inhaltlich und methodisch verändern. Dies gilt auch für die Berufe des Handwerks. Klar ist: Die Arbeit im Betrieb 4.0 wird anspruchsvoller. Sie wird allen Beschäftigten neben fachlichen Kompetenzen mehr soziale und personale Kompetenzen abverlangen.

Die Arbeit im Betrieb 4.0 wird anspruchsvoller

Um diesen Herausforderungen zu genügen, müssen Betriebe verstärkt darauf achten, dass ihr Personal in der Lage ist, abstrakt sowie zugleich problem- und lösungsorientiert zu denken, sich selbst zu organisieren und selbstständig zu handeln. Deshalb sind neben berufsspezifischen Aspekten auch die für den Betrieb 4.0 benötigten Qualifikationsanforderungen – zum Beispiel Prozess- und Systemwissen, IT-Kompetenz und IT-Sicherheit – zügig in ganzheitliche Berufslaufbahnkonzepte aufzunehmen. So werden die Berufe des dualen Systems zukunftsfest und wieder attraktiver gegenüber Studienangeboten.

Hubert Esser

Der Betrieb 4.0 verlangt von Unternehmen und Beschäftigten zudem mehr Flexibilität und eine hohe Veränderungsbereitschaft. Lebenslanges Lernen wird mehr denn je zum Gebot der Stunde. Die Betriebe müssen noch mehr in die Qualifizierung ihres Ausbildungspersonals investieren, denn den Ausbildern kommt eine Schlüsselfunktion zu. Von ihren Kompetenzen, ihrem Erfahrungsaustausch und ihrem innovativen Umgang mit modernen Lehr- und Lern­arrangements hängt der Erfolg der beruflichen Aus- und Weiterbildung ab – und damit letztlich auch der Erfolg des Betriebes 4.0.

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