Politik + Wirtschaft - 22.09.2013
Mögliche Koalitionen nach der Wahl

Die Wähler haben entschieden – und jetzt?

Die Wähler haben entschieden - es gibt einen klaren Sieger der Bundestagswahlen: Die CDU/CSU. Doch wie geht es jetzt weiter? Die Union hat die absolute Mehrheit knapp verpasst. Mehrere Koalitionen sind jetzt möglich – eine Entscheidung könnte bereits am Montag fallen.

Foto: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde
So wird die Regierungsbank in der kommenden Legislaturperiode wohl nicht mehr aussehen. Doch wie es weiter geht, ist noch nicht klar.

Ob absolute Mehrheit oder nicht - möglich ist natürlich eine Große Koalition. Ein Bündnis aus Union und SPD hätte mit mehr als 480 Sitzen im Bundestag eine komfortable Mehrheit. Doch SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück sagte dazu in der Elefantenrunde im ZDF: "Ich würde bei einer absoluten Mehrheit der CDU/CSU meiner Partei raten, für eine große Koalition nicht zur Verfügung zu stehen."

Auch eine Koalition aus Union und Grünen wäre nach derzeitigem Stand möglich. Aber Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin zeigte sich von einem solchen Bündnis ebenfalls wenig angetan: "Ich würde keiner Partei raten– und vor allem nicht meiner – sich in eine Koalition zu begeben, wo es nicht auf sie ankommt."

Entscheidung über Koalition möglicherweise schon am Montag

Und bleibt es bei den jetzigen Ergebnissen haben SPD, Linke und Grüne eine knappe Mehrheit vor der CDU/CSU. Daher wäre theoretisch auch eine rot-rot-grüne Koalition denkbar. Doch dieser Möglichkeit erteilte Steinbrück, auch für die Zukunft, eine klare Absage. Die Linkspartei sei in mehrerer Hinsicht nicht koalitionsfähig. Auch für ein Ministerposten in einer möglichen großen Koalition stehe er nicht zur Verfügung, so Steinbrück weiter.

Angela Merkel wiederholte in der Elefantenrunde hingegen, sie wolle Spekulationen über Koalitionen nicht beantworten, ehe die endgültigen nicht Ergebnisse vorliegen. "In Kenntnis der Ergebnisse werden wir am Montag in den Gremien beraten, wie wir strategisch vorgehen." Zum Scheitern der FDP sagte sie: "Ich hätte mir von Herzen gewünscht, dass die FDP in den Bundestag einzieht." Sie könne aber keine Verantwortung dafür übernehmen, dass dem nicht so sei. dhz

 
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