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Elektronikmesse CES in Las Vegas Die Techniktrends 2016

Auf der CES 2016 in Las Vegas kommen Technik-Begeisterte auf ihre Kosten. Selbstfahrende Autos, die mit dem Smart Home vernetzt sind, einkaufende Waschmaschinen und ein neuer Standard für Fernseher.

Die Techniktrends 2016
Auf der CES 2016 gibt es jede Menge technische Neuheiten, auch bei den Autos. Der Hersteller Faraday Future z.B. stellt einen Supersportwagen vor. - ©

Die Elektronikmesse CES zeigt technische Neuheiten und Weiterentwicklungen für unterschiedliche Lebensbereiche.

Neben dem Internet der Dinge ist Vernetzung das große Stichwort – und das nicht nur in Bezug auf Geräte. Firmen gehen Partnerschaften ein, um mehr Dienstleistungen für Geräte zur Verfügung zu stellen. Ein Beispiel: geht der Waschmaschine von Whirlpool das Waschmittel aus, geht beim Online-Händler Amazon direkt eine Bestellung ein. Smart, oder?

Kühlschrank geht einkaufen

Samsung verpasst seinem Kühlschrank-Modell eine Art Riesen-Tablet in der Tür, einen Touchscreen mit 21,5 Zoll Bildschirmdiagonale. Darüber soll man zum Beispiel gleich Lebensmittel nachbestellen können.

LG zeigt derweil einen Kühlschrank, bei dem die Tür automatisch aufspringt, wenn man nur den Fuß unter sie hält. Eine praktische Funktion, wenn man gerade in der Küche die Hände voll hat? Oder im Alltag eher nervig, weil am Ende dann doch häufiger ungewollt der Kühlschrank offen steht, nur weil man wieder einmal zu dicht an die Tür kam?

Viele Hersteller probieren am Verbraucher aus, ob alles technisch machbare auch sinnvoll ist. Am Ende werden es die Verkaufszahlen entscheiden.

Der Dauerbrenner: Selbstfahrende Autos

Nach wie vor steht für die Autohersteller wie BMW und Co. das autonome Fahren auf dem Plan. Doch auch die Bedienung des Infotainments soll durch die Gestiksteuerung bequemer werden. Mit den Neuheiten auf der Messe wird das Auto sogar Bestandteil des Smarthome, indem das Fahrzeug z.B. das Zuhause vor dem Eintreffen kontaktiert, damit sich die Heizung einschaltet.

Techniktrends der CES 2016

Neue Tablets und Phablets

Dünn und vielseitig sind die Laptop-Neuheiten der CES – und viele wiegen dank Magnesium, Aluminium oder Karbon kaum mehr als ein Kilogramm. Mit Windows 10 kommen zudem neue, wandelbare Mobilgeräte auf den Markt. Acer etwa zeigt in Las Vegas das Aspire Switch 12 S (ab 1200 Euro ab März) mit USB-C und magnetischem Tastaturdock, das die Continuum-Funktion von Windows unterstützt: Wird die Tastatur angesteckt, arbeitet man automatisch mit PC-Benutzeroberfläche weiter.

Was fürs Auge

Waren auf der CES 2015 gebogene Fernseher der große Trend, geht es in diesem Jahr bei den Herstellern vor allem um eine noch bessere Bildqualität.  Der Hersteller-Verband Ultra HD Alliance hat auf der CES dafür sogar ein neues Logo vorgestellt: Ultra HD Premium.

Das darf nur Fernseher zieren, die neben UHD-Auflösung (3840 mal 2160 Pixeln) von der Allianz festgelegte Mindeststandards für Helligkeit, Resthelligkeit und Farbraumgröße erfüllen. Auf der Messe sind das vor allem die Top-Geräte, etwa die keine drei Millimeter dünnen OLED-TVs E6 und G6 von LG. Panasonics erstes Ultra-HD-Premium-TV heißt DXW904, bei Philips bildet die UHD-Serie 7000 den HDR-Einstieg. Samsung zeigt etwa den gebogenen, randlosen KS9500.

Neue Wearables

Bei den Smartwatches geht es mittlerweile nicht mehr nur um die Funktionen der Computer fürs Handgelenk. Sie sollen auch optisch überzeugen und sich nicht auf den ersten Blick als Wearables outen. Die zweite Generation der Apple Watch gibt es allerdings noch nicht zu sehen. Traditionell stellt Apple seine Geräte auf eigenen Produktshows vor.

Auch die so genannten Datenbrillen sollen tragende Technik massenkompatibel machen. Bisher konnten sie sich allerdings nicht durchsetzen. Der Hype um die schon vor Jahren vorgestellte Google Glass ist vorbei, der Verkauf eingestellt. Bei der CES steht der Pionier Oculus im Fokus, der inzwischen von Facebook gekauft wurde.

Die lang erwartete Brille Rift soll vor allem Gamern ein räumliches Spielerlebnis verschaffen. Der Preis schreckt jedoch ab: 599 Dollar beziehungsweise 699 Euro machen die Rift für die Masse nicht erschwinglich.

Weitere interessante Neuheiten der Technikmesse finden Sie der Bildergalerie.

dpa/dhz

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