Energieeffiziente Bauprojekte bei Energietour mit rund 60 Handwerkern und Architekten vorgestellt
Das größte Klimaschutzpotenzial liegt nach Ansicht von Energieexperten nicht beim Verkehr oder bei den industriellen Emissionen, sondern in der energetischen Sanierung des Wohnungsbestandes. Energieeffiziente Gebäude sind der Schlüssel zur Nachhaltigkeit. Warum das so ist, erklärten Fachleute des Fraunhofer Instituts für Bauphysik und des Freiburger Umweltschutzamtes bei einer Energietour rund 60 Handwerkern und Architekten aus der Region.
Spricht man in Freiburg über energieeffiziente Gebäude, kommt man an der Bugginger Straße, Hausnummer 50 nicht vorbei: Dort saniert die Freiburger Stadtbau GmbH seit August 2009 ein über 40-jähriges Hochhaus mit 16 Stockwerken. Das Gebäude soll durch die Sanierung den Passivhausstandard erreichen. Für Architekten und Handwerksbetriebe, die sich auf die energetische Sanierung von Gebäuden spezialisiert haben, sind das Hochhaus und die dort eingesetzten Technologien ein wahres Musterbeispiel: Eine kontrollierte Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung, energiesparende Beleuchtung und Aufzüge, eine 25-Kilowatt-Photovoltaikanlage auf dem Dach, die Eliminierung von Wärmebrücken an Balkonen und Rollladenkästen sowie die Wärmedämmung aller Kellerwände sollen am Ende 78 Prozent Energie und 60 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. „Energieeffiziente Gebäude sind eben die echten Klimaschutzbringer“, kommentierte ein Teilnehmer der gemeinsamen Energietour der Handwerkskammer Freiburg und Badenova das vorgestellte Projekt.
Ebenfalls auf dem Programm der Tour standen die Wentzinger Schulen. Der neue Mensaanbau, der im September 2009 eingeweiht wurde, entspricht dem Passivhausstandard. Das heißt, Dämmung, Wärmeschutz und Belüftung des Gebäudes sind so effizient, dass die zusätzliche Wärmeenergie allein aus passiven Quellen wie Sonnenlicht und Abwärme gewonnen werden kann. Dreifach verglaste Fenster, ein innovatives Verschattungskonzept sowie die intelligente Nutzung des Tageslichts sind die technischen Merkmale des Neubaus. Doch die Mensa kann weit mehr: Das Speisenangebot stammt zum großen Teil aus biologischem Anbau, ist gesund zubereitet und findet großen Anklang. Zudem wird die Küche zu einem großen Teil von Landwirten und Betrieben aus der Region beliefert. Das stärkt die Anbieter vor Ort.
Weitere Termine und die Anmeldung für Fachpublikum finden Sie unter badenova.de/innovationsfonds
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