Die Gebäudereiniger wollen ab 20. Oktober bundesweit streiken. 96 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder hätten sich bei der Urabstimmung für den unbefristeten Arbeitskampf ausgesprochen, sagte der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Klaus Wiesehügel.
Beabsichtigt sei, den Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks wieder an den Verhandlungstisch zu zwingen. Die im Januar begonnenen Gespräche der Tarifpartner waren im August abgebrochen worden, Warnstreiks schlossen sich an.
Für die 860 000 Gebäudereiniger in Deutschland fordert die Gewerkschaft 8,7 Prozent mehr Geld, eine neue Mindestlohnvereinbarung und den Angleich der Ost- an die Westlöhne. Die Arbeitgeberseite ist bereit, den West-Mindestlohn von bisher 8,15 Euro die Stunde auf 8,39 Euro zu erhöhen, im Osten von 6,58 Euro auf 6,82 Euro. Der Innungsverband beziffert die angebotene Lohnerhöhung auf 3,0 bis 3,6 Prozent. Tatsächlich liege der Anstieg nur bei 1,8 bis 2,1 Prozent, kritisierte Wiesehügel.
Der bevorstehende Arbeitskampf sei der erste bundesweite Streik der Gebäudereiniger, sagte der IG-BAU-Chef. Am 20. Oktober um Mitternacht beginne ein "langer und harter Arbeitskampf", den die Gewerkschaft "sehr flexibel" führen werde.
ddp
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