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DHZ-Testbericht Der neue Nissan Qashqai umschmeichelt die Sinne

Der Qashqai ist das Zugpferd im Portfolio des Autobaukonzerns Nissan, der sich rühmt, mit seinem Erfolgsmodell eine neue Fahrzeugklasse erfunden zu haben: den Crossover. In diesem Jahr ist die zweite Qashqai-Generation an den Start gegangen. Die Deutsche Handwerks Zeitung hat sie getestet.

Der neue Nissan Qashqai
Der neue Nissan Qashqai hat beim Test der Deutschen Handwerks Zeitung eine gute Figur abgegeben. -
So bewertet die DHZ den Nissan Qashqai
positiv negativ
Ergonomie und Haptik im Innenraum, angenehme Sitzposition
Rundum-Kamera, sehr gute Verkehrszeichenerkennung, Einparkhilfe auf Bildschirm
tadellose Start+Stopp-Automatik
Eco-Taste unter Tanköffner versteckt
Innenraumgeräusche
Der neue Nissan Qashqai
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Ja, er ist es, obwohl er sich auf den ersten Blick gar nicht so sehr von seinem Vorgänger unterscheidet, da sein Design nur sehr behutsam geschärft wurde. Der Testwagen hat den 1,6 dCi-Motor mit 130 PS unter der Haube und verfügt mit Automatik-Getriebe und der Nobelausstattung Tekna über jede Menge Annehmlichkeiten im Cockpit.

Schon beim Einsteigen merken die Passagiere im Fond, dass der neue Qashqai viel Raum bietet. Tatsächlich ist er breiter und etwas länger als sein Vorgänger. Dass die Karosse zudem etwas tiefer gelegt wurde, fällt weder Fahrer noch Mitfahrern auf.

Nasa-Daten für die Sitzentwicklung

Vielleicht liegt es an den neuen Sitzen, bei deren Entwicklung Nissan nach eigenem Bekunden auf medizinische Daten der amerikanischen Raumfahrtbehörde zurückgreifen konnte. Der neue Sitz biete dem Körper durch neue Polsterungen im Becken-, Lenden- und Brustbereich eine gleichmäßige Unterstützung, was ein vorzeitiges Ermüden bei langen Strecken verhindern soll. Die Ledersitze verleihen dem Innenraum des Testwagens jedenfalls viel Behaglichkeit.

Der neue Nissan Qashqai
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Spritverbrauch höher als angegeben

Getrübt wird der gute Eindruck in der Fahrerkabine nach dem Start, denn der Geräuschpegel liegt unerwartet hoch, zumal wenn die Sinne zuvor so umschmeichelt wurden. Zum Glück strapazieren Chassis und Federung den Fahrkomfort nicht zusätzlich. Der Qashqai liegt hervorragend auf der Straße, meistert Kurven wie Bodenwellen vorzüglich. Die Automatik schaltet flüssig, die Start+Stopp-Funktion arbeitet unauffällig. Und so schwimmt der Qashqai im Verkehr mit, ohne seinen Fahrer zu sehr anzustrengen.

Die 130 PS des Dieselmotors sind für den „normalen“ Autofahrer völlig ausreichend. Der Qashqai zieht kräftig genug an, wenn ein Überholmanöver ansteht und auch durch Serpentinen schnurrt er zügig den Berg hinauf. Der angegebene Verbrauch von 4,6 l/100 km im kombinierten Verkehr lässt sich allerdings wohl kaum einhalten. Während des Tests zeigte zumindest der Bordcomputer deutlich höhere Werte an. Da half auch das Drücken der Eco-Taste nicht, die zudem als einzige etwas ungünstig platziert ist, da sie sich unter dem Tanköffner versteckt.

Der neue Nissan Qashqai
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Fazit

Der neue Nissan Qashqai hat das Zeug, die Erfolgsgeschichte seines Vorgängers weiterzuschreiben. Das lässt auch die Auswertung des Nissan-Profitest, bei dem mehr als 450 Handwerker das Auto eine Woche lang fahren durften, vermuten. Zu haben ist der neue Qashqai schon für unter 20.000 Euro, mit Benzinmotor in der einfachsten Ausstattung Visia. So richtig Spaß macht er freilich erst mit etwas kräftigerem Motor und der höchsten Ausstattungslinie Tekna wie beim Testfahrzeug, das Nissan der Deutschen Handwerks Zeitung zur Verfügung gestellt hatte. Sein Grundpreis liegt dann aber bei 33.050 Euro.

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