Konjunktur: Das hessische Handwerk bleibt vorsichtig
Mit der Kurzformel „ordentlicher Jahresstart – eingetrübte Erwartungen“ beschreibt der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, Gerhard Repp, die Ergebnisse des aktuellen Konjunkturberichts für das 1. Quartal 2008.
Die Geschäftslage in den Handwerksbetrieben der drei hessischen Kammerbezirke Kassel, Rhein-Main und Wiesbaden bleibt zum Jahresstart auf ähnlich gutem Niveau wie vor einem Jahr. Bei den übrigen „harten“ Konjunkturindikatoren ist die Situation ebenfalls nahezu unverändert gut. Fast zwei Drittel der hessischen Betriebe erwirtschafteten mindestens gleich hohe Umsätze wie im Vorquartal. Mit der aktuellen Geschäftslage sind fast drei Viertel der Betriebe zufrieden und die Auftragsbestände sind auf dem Niveau des letzten Jahres geblieben. Demgegenüber zeigt der Geschäftsklimaindex, die gemeinsame Betrachtung der aktuellen Situation und der Erwartungen, für die nähere Zukunft ein Nachgeben gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,5 Prozentpunkte.
Die Betriebe erwarten für das 2. Quartal einen Dämpfer in der konjunkturellen Entwicklung. „Als Gründe dafür könnten die unklare gesamtwirtschaftliche Lage, steigende Abgaben, die Verringerung der verfügbaren Einkommen und steigende Preise bei Energie und Lebensmitteln gelten“, so Repp. Die Talsohle der vergangenen Jahre habe offenbar bei den Betrieben so tiefe Spuren hinterlassen, dass sie selbst in einer Aufschwungphase sehr zurückhaltend seien. Seite 9