Der kostenlose Energie-Check der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und des oberfränkischen Bauhandwerks ist ein voller Erfolg: Jeder zweite Hausbesitzer hat im Laufe eines Jahres nach dem unverbindlichen DBU-Service der geschulten Handwerker Sanierungsmaßnahmen an seiner Immobilie durchgeführt.
Die Befragung des Marktforschungsunternehmens "Produkt + Markt" von insgesamt 400 Hausbesitzern zeigte jetzt, dass die Eigentümer durchschnittlich bereits rund 24.000 Euro in die Hand nahmen, um ihre Gebäude fit für die Zukunft zu machen und Energiekosten einzusparen. Bundesweit wurden mit den rund 70.000 durchgeführten Energie-Checks im Jahr 2009 Investitionen von 840 Millionen Euro für den Klimaschutz angestoßen, in Oberfranken sind es 10 Millionen EURO.
"Die Klimakampagne erweist sich als ein wahrer Auftragsmotor für das Handwerk", freut sich Handwerkskammer- Hauptgeschäftsführer Horst Eggers. Auch in Oberfranken stieß das Angebot der DBU auf Interesse. Über 150 Handwerker nahmen bisher in Oberfranken an den Schulungen zur Kampagne teil und bieten den kostenlosen Service mithilfe des unabhängigen DBU-Materials an. Sie sind bei www.sanieren-profitieren.de aufgelistet.
In nur einer halben Stunde erhält der Hausbesitzer einen groben Überblick über den energetischen Zustand seines Gebäudes. Die geschulten Handwerker bewerten mit dem Energie-Check-Bogen alle wesentlichen Bauteile vom Dach bis zur Heizung nach einem einfachen Farbschema von rot bis grün. "Im Anschluss erhalten Eigentümer eine Broschüre, in der weitere mögliche Schritte hin zum sanierten Haus erläutert werden", erläutert Wolfgang Lautner, Ansprechpartner bei der Handwerkskammer. So empfehle die DBU im Anschluss an den kostenlosen Service eine ausführliche Energieberatung bei einem Experten. "Gebäudesanierungen erscheinen Hausbesitzern als sehr komplex. Der Prozess bis zum Baubeginn zieht sich daher gerne bis zu einem Jahr hin", weiß Lautner. Für die Handwerkbetriebe der Region bedeute das, einen langen Atem zu haben. Rückmeldungen über Sanierungen im Regierungsbezirken, die durch Haus sanieren – profitieren angeschoben wurden, habe er bisher kaum erhalten, starteten die Schulungen doch erst Anfang dieses Jahres.
Um den kostenlosen Energie-Check in der Region noch bekannter zu machen, plant die Handwerkskammer im Januar und Februar 2010 weitere Schulungen in den oberfränkischen Kreishandwerkerschaften. "Die Kampagne ergänzt unsere allgemeine Öffentlichkeitsarbeit gut. Indem auch wir Angebote für Hausbesitzer aufbauen, helfen wir unseren Handwerksbetrieben in der Wirtschaftskrise", sagt Lautner.
Meinung
Die deutsche Wirtschaft und der deutsche Steuerzahler müssen sich wohl damit abfinden, mit noch größeren Beträgen für die Schulden klammer Euro-Partnerländer haften zu müssen. Statt Schuldenabbau also neue Schuldenberge? Dies scheint der bittere, gemeinsame Nenner der Wahlen in Frankreich und Griechenland zu sein.
Leute
Familienfreundliche Arbeitsmodelle sind nicht nur Konzernen vorbehalten. Matthias Krieger hat dies für eine Handwerksfirma vorbildlich etabliert.
Reise
Das Rofangebirge am Achensee, ideal für Profis und Einsteiger. Und nach einer spannenden Tour mit Helm, Klettergurt und Karabinerhaken kommt die Erkenntnis: Bergsteigen ist kein Klacks.