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Geld anlegen Das sollten Anleger beim Beratungsgespräch beachten

Laufzeit, Risikoklassen, Kosten - bei Anlageprodukten gibt es einiges zu beachten. Wer sich dafür interessiert, sollte sich vorab über seine eigene Situation im Klaren sein, damit der Bankberater Produkte findet, die auch wirklich zum Kunden passen. Fünf Tipps helfen, die richtige Anlage zu finden.

Sparer, die ihr Geld richtig anlegen möchten, sollten sich vor einem Gespräch mit dem Bankberater einige Gedanken machen - etwa zu ihren Sparzielen, ihrem finanziellen Rahmen und ihrer Risikobereitschaft. Diese Informationen beeinflussen unter anderem Kriterien wie die Laufzeit einer Anlage, die Risikoklasse und die Höhe der Investition.

In einer aktuellen Untersuchung hat die Stiftung Warentest das Thema Anlageberatung unter die Lupe genommen. Dafür schickten die Tester Kunden in 160 Beratungsgespräche von bundesweit tätigen Privatbanken, großen Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Bei nur drei von 23 Banken war die Beratung gut. Dennoch hat sich die Qualität der Anlageberatung laut der Stiftung Warentest etwas verbessert.

Fiel das Gesamtzeugnis für die Branche vor fünf Jahren noch "jämmerlich" aus, so bescheinigt die Stiftung den Geldinstituten nun immerhin gelernt zu haben, wie man die finanzielle Situation eines Kunden und dessen Risikoneigung richtig erfasst. Trotzdem würden noch zu oft unpassende Produkte empfohlen.

Deshalb ist eine gute Vorbereitung auf das Gespräch beim Bankberater der erste Schritt, um am Ende die passende Anlage zu erhalten.

Fünf Tipps für die Anlageberatung bei ihrer Bank:

Die passende Risikoklasse finden

Meist teilen die Geldinstitute die Risikoklassen in fünf Stufen ein. Allerdings variieren die Risikoklassen von Bank zu Bank. Kunden sollten deshalb zur Sicherheit den Berater fragen, welche Klasse bankintern für welche Risikoneigung steht. Außerdem ist es wichtig, gleich zu Beginn mitzuteilen, wie sicher sie das eigene Geld anlegen wollen, um später große Risiken durch eine unsichere Anlage auszuschließen.

Eine genaue Kostenübersicht erstellen

Wichtig ist, bei jeder Anlage auch an die möglichen Kosten zu denken. Bankberater sind verpflichtet, ihren Kunden darüber Auskunft zu geben, wie hoch die Kosten genau sind. Sparer sollten sich deshalb eine detaillierte Kostenübersicht anfertigen lassen. Diese Angaben helfen auch dabei, Produkte verschiedener Banken miteinander zu vergleichen.

Vollständiges Beratungsprotokoll verlangen

Außerdem sind Bankberater und Finanzvermittler dazu verpflichtet, ihren Kunden nach dem Gespräch zu Wertpapieranlagen ein vollständiges Beratungsprotokoll auszuhändigen. Der Kunde muss das Dokument nicht unterschreiben – der Berater schon. Wichtig: Anleger sollten prüfen, ob alle Angaben stimmen. Der Berater muss Zweck, Dauer und Verfügbarkeit der Anlage vermerken, sowie die Risikoneigung des Kunden angeben. Der Inhalt des Protokolls sollte mit den getroffenen Aussagen übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, muss der Berater das Protokoll vor Ort ändern.

Sich ausreichend Entscheidungszeit nehmen

Kunden sollten sich auf keinen Fall bei ihrer Kaufentscheidung drängen lassen. Das gilt besonders, wenn sie telefonisch beraten wurden. Bevor man ein Angebot unterschreibt, sollten alle Kosten und Risiken bekannt, und eventuelle Alternativangebote miteinander verglichen worden sein.

Produktunabhängigen Rat einholen

Häufig lohnt es sich für Laien, eine zweite Meinung einzuholen. Denn: Im Regelfall wollen Bankberater ihren Kunden Produkte der Kooperationspartner verkaufen. Anleger gehen deshalb möglichst zusätzlich zu einem produktunabhängigen Berater. Ein Honorarberater oder die Verbraucherzentralen können beispielsweise Alternativen und Vergleichsangebote für die richtige Geldanlage unterbreiten. dhz/dpa

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