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Auto-Test: Mercedes-Benz Citan Daimlers Lieferwagen bietet noch viel Raum für Verbesserungen

Daimlers Versuch im Lieferwagen-Segment heißt Mercedes-Benz Citan. Die Stuttgarter setzen dabei auf eine Kooperation mit Renault und lassen ihren Kompakttransporter auf der Plattform des Kangoo bauen. Nach dem schlechten Abschneiden beim Crashtest hat Daimler Anfang Mai alle Citans in die Werkstatt gerufen. Für die Deutsche Handwerks Zeitung hat Nutzfahrzeugexperte Robert Domina den Basis-Kastenwagen 108 CDI unter winterlichen Bedingungen auf seine Praxistauglichkeit geprüft.

Mercedes Citan im Praxischeck
Straffes Fahrwerk, neue Front, neues Armaturenbrett: Das unterscheidet den Citan vom Renault Kangoo. -
So bewertet die DHZ den Mercedes Citan
positiv negativ
wankstabiles Fahrwerk
ESP serienmäßig
gute, bequeme Sitze
dröhnende Akustik
Be- und Entlüftung

Erst ab der A-Säule, nach vorne betrachtet, ist der Citan ein Mercedes. Dahinter kennzeichnen den Citan eindeutig die Gene des Renault Kangoo. Was man allerdings sofort beim Fahrer spürt, sind Unterschiede in der Fahrwerksabstimmung: Der Citan ist tatsächlich spürbar straffer in den Federn und im Fahrwerk abgestimmt als der weiche Franzose. Auch die Sitze sind langstreckentauglich straff gepolstert und trotzdem bequem.

Mercedes-Benz Citan im Praxischeck

Instrumententafel nicht schön, aber zweckmäßig

Am Fahrerplatz selbst herrscht jedoch düsterne Schwermut: Wie eine Warze wächst einem da der klobige Instrumententräger entgegen. Die Wucherung aus schwarzem Hartplastik ist nicht schön aber zweckmäßig: Radio und Klimaregelung liegen gut zur Hand, ebenso der Joystick-Schalthebel des Fünfgang-Getriebes. Die Schalter sind eindeutig Mercedes-Teile, der aus den Kangoos bekannte Radio-Satellit mit seinen unübersichtlichen Schalt-Funktionen bleibt uns im Citan erspart.

Seite 2: Belüftung im Winter zu schwach

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