Baden-Württemberg: Umsatzrückgang 2010 wird geringer ausfallen
Das Handwerk im Land ist mit einem blauen Auge davongekommen: Für 2009 rechnet der Baden-Württembergische Handwerkstag mit einem Umsatzrückgang von real 2,3 Prozent. Für 2010 erwartet der BWHT ein moderates Minus von etwa 1,5 Prozent.
Nachdem sich im Bundesdurchschnitt die wirtschaftliche Situation ab dem zweiten Quartal 2009 wieder stabilisiert hat, scheint nun auch im industrie- und exportorientierten Baden-Württemberg wieder Land in Sicht. Ab dem zweiten Halbjahr werden die Rückgänge bei den Auftragseingängen und der Produktion schwächer. Das baden-württembergische Handwerk musste im ersten Halbjahr deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen. Im zweiten Halbjahr zeigen jedoch vor allem die Konjunkturpakete Wirkung: Die ersten Rechnungen sind bezahlt und füllen die Kassen der Handwerker, gleichzeitig läuft die industrielle Produktion wieder an. „Die Umsätze ziehen an“, stellte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle fest. Für einzelne Branchen allerdings werde es Jahre dauern, bis sie den Anschluss wieder finden, sagte Möhrle weiter. Zu den Verlierern wird 2010 das Kfz-Handwerk gehören. „Nach dem Auslaufen der Umweltprämie wird sich im nächsten Jahr das Neuwagengeschäft deutlich abschwächen“, befürchtet Möhrle. Für die gewerblichen Zulieferer wird die Talfahrt zunächst gestoppt sein. Voraussetzung für eine positive Entwicklung im Handwerk sei allerdings, dass sich die Rahmenbedingungen nicht verschlechtern. „Der Rückgang der kurzfristigen Betriebsmittelfinanzierung macht uns Sorgen.“ Wenn die Liquidität nicht gesichert sei, bringe dies auch gesunde Unternehmen in Gefahr.eh