Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2009 deutlich - Konjunktur - deutsche handwerks zeitung

Konjunktur - 29.04.2009

Konjunktureinbruch

Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2009 deutlich

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich gesenkt. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte, dass die Regierung 2009 mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung in Deutschland von 6,0 Prozent rechnet.

Damit befände sich Deutschland in der tiefsten Rezession seit Gründung der Bundesrepublik. Mit ihrer Prognose schließt sich die Bundesregierung führenden Wirtschaftsforschungsinstituten an, die in der vergangenen Woche ebenfalls einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um 6,0 Prozent vorhergesagt hatten.

Die Bundesregierung hatte bislang ein Minus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,25 Prozent prognostiziert. Für 2010 erwartet die Regierung ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Damit liegt sie über den Vorhersagen der Wirtschaftsforschungsinstitute, die mit einem BIP-Minus von 0,5 Prozent rechnen. Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft noch um 1,3 Prozent gewachsen.

Wegen der äußerst starken konjunkturellen Abschwächung wird die Arbeitslosigkeit im laufenden Jahr laut Bundesregierung um etwa 450.000 auf im Schnitt rund 3,7 Millionen Menschen ohne Arbeit und im kommenden Jahr um etwa 900.000 auf rund 4,6 Millionen zunehmen.

"Der wirtschaftliche Rückschlag, den wir in diesem Jahr erwarten, ist weit überwiegend die Folge des massiven weltwirtschaftlichen Einbruchs und des damit verbundenen, massiven Rückgangs unseres Exports", sagte Guttenberg bei der Vorstellung der Prognose. Es würde wenig helfen, die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf Produktion, Beschäftigung und Einkommen zu bagatellisieren.

ddp

 
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