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Steuertipp Bonuszahlungen: So stoppen Sie die Kürzung des Sonderausgabenabzugs

Eigentlich sind Krankenkassenbeiträge steuerlich in voller Höhe als Sonderausgaben abziehbar. Lediglich bei gesetzlich Versicherten werden pauschal vier Prozent abgezogen. Achtung ist geboten, wenn die Sonderausgaben vom Finanzamt um Bonuszahlungen der Versicherung gekürzt werden. Denn diese Kürzung ist in vielen Fällen unzulässig.

Erhalten Sie von Ihrer Versicherung Beitragsrückerstattungen zur Krankenversicherung, mindert das Finanzamt den Sonderausgabenabzug in diesem Jahr. Das ist richtig und unumstritten. Leisten Krankenkassen jedoch Bonuszahlungen für verauslagte Kosten, handelt es sich hierbei nicht zwingend um Betragsrückerstattungen. Dennoch behandeln die Finanzämter derzeit alle Bonuszahlungen ohne Wenn und Aber als Rückerstattungen und kürzen den Sonderausgabenabzug.

Papierbestätigung der Versicherung bringt Steuervorteile

Handelt es sich bei der Bonuszahlung der Versicherung tatsächlich um eine Erstattung von verauslagten Kosten, bekommen Sie von der Versicherung automatisch eine Papierbescheinigung. Diese Papierbescheinigung müssen Sie postwendend an das Finanzamt schicken. Nur dann nimmt das Finanzamt von der Kürzung des Sonderausgabenabzugs Abstand oder ändert Steuerbescheide, in denen die Sonderausgaben fälschlicherweise gekürzt wurden.

Steuertipp: Bekommen Sie von Ihrer Versicherung keine Papierbestätigung, muss das nicht zwingend bedeuten, dass keine reine Kostenerstattung vorlag. Die Versicherung könnte die Bestätigung unter Umständen vergessen haben. Beantragen Sie deshalb auf jeden Fall eine Papierbestätigung, sofern Sie in den nächsten Wochen keine Nachricht von Ihrer Versicherung bekommen. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv .

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