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Verlgeichen lohnt sich Billige Spritpreise: Autofahrer sollten abends tanken

Die aktuellen Spritpreise sind weiterhin niedrig. Zwischen den einzelnen Tankstellen gibt es jedoch Unterschiede und auch in den Bundesländern zeigen sich spürbare Schwankungen. Für Autofahrer lohnt sich der Vergleich.

Der Sprit bleibt billig. Allerdings zeigen sich in den 16 Bundesländern bei den aktuellen Spritpreisen spürbare regionale Preisunterschiede. Die niedrigsten Benzinpreise gibt es laut ADAC derzeit in Bayern. Hier kostet ein Liter Super E10 im Schnitt 1,176 Euro. Hamburg und Baden-Württemberg liegen mit jeweils 1,195 Euro auf den nächsten Plätzen der Länderrangliste.

Die höchsten Preise zahlen die Autofahrer in Sachsen mit 1,229 Euro pro Liter. Der Preisunterschied zu Bayern von 5,3 Cent verteuert eine 40-Liter-Tankrechnung damit um mehr als zwei Euro. Bei Diesel beträgt die Spanne zwischen dem günstigsten Land Hamburg (99,5 Cent) und Sachsen als teuerstem Land (1,038 Euro) derzeit 4,3 Cent.

Bei der Untersuchung wurden die aktuellen Preise aller für Kraftstoffe registrierten rund 14.000 Tankstellen in einer Momentaufnahme ausgewertet. Die Preisunterschiede zwischen den Tankstellen sollten Autofahrer konsequent nutzen, empfiehlt der Automobilclub.

Hier die Tankstelle mit den günstigsten Spritpreisen finden.

Sprit am frühen Abend am billigsten

Zudem sollten Autofahrer möglichst zwischen 18 und 20 Uhr tanken. In dieser Zeit sind laut des ADAC die Preise bundesweit im Tagesverlauf am billigsten. Zusätzlich sollte man die Anbieter vergleichen, um die teils hohen Preisunterschiede auszunutzen. Denn trotz der allgemein niedrigen Spritpreise können Autofahrer beim Tanken noch sparen. Neben den Bundesländern gibt es auch zwischen den verschiedenen Anbietern erhebliche Preisunterschiede. Das hat sich auch mit den absackenden Spritpreisen nicht verändert. Bereits im Juni letzten Jahres wertete der ADAC die Preisgestaltung der fünf großen Anbieter Shell, Aral, Esso, Total und Jet aus.

Entwicklung der Kraftstoffpreise in Deutschland

Jet und Total warten am längsten 

Ausgewertet wurden damals alle Preisveränderungen in den Monaten März, April und Mai 2015 für Super E10 und Diesel.

Auffällig schon damals: Die nächtlichen Preisaufschläge unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich des Zeitpunkts der Erhöhung, sondern auch in ihrem Umfang ganz erheblich. Bei Aral und Shell steigen die Spritpreise bereits um 20 Uhr an. Dagegen ist das günstigere Tanken bei Total und vor allem bei Jet noch deutlich länger möglich. Dort steigen die Preise erst um 22 Uhr beziehungsweise um 23 Uhr.

Preisdifferenzen von bis zu 16 Cent

Auch bei den nächtlichen Preislagen gibt es einige Unterschiede. Während Jet nachts im Schnitt maximal 8,8 Cent für Super E10 und 8,5 Cent für Diesel mehr verlangt als für seinen Kraftstoff zum billigsten Zeitpunkt, ist die Spanne bei Shell wesentlich größer. Zwischen dem Tageshöchststand und der günstigsten Tankphase beträgt der Unterschied bei Shell-Benzin 14 Cent und bei Diesel 14,6 Cent.

Zusammensetzung der Spritpreise

Auch bei Esso-Kraftstoffen beläuft sich die Differenz immerhin auf rund 13 Cent. Die größten Preisdifferenzen zwischen den Marken bestehen spätabends: So liegt etwa um 22.30 Uhr der Durchschnittspreis von Shell-Benzin um mehr als 15 Cent über dem Vergleichspreis von Jet. Bei Diesel beträgt der Unterschied zwischen beiden Marken zu diesem Zeitpunkt sogar 16 Cent.

Vergleich: Spritpreise an Markentankstellen

Deutliche Unterschiede bei den Spritpreisen. Eine ADAC-Studie hat untersucht, worin sich Aral, Shell, Esso, Total und Jet bei der Preisgestaltung unterscheiden.

Shell ist am teuersten

Auch die Durchschnittspreise der fünf Marken weichen erheblich voneinander ab. In der Ganztagesbetrachtung liegt der Mittelpreis von Shell-Kraftstoff um rund fünf Cent höher als der von Jet. Aral liegt nur knapp unter Shell.

Die Abweichungen resultieren auch aus der unterschiedlichen Größe und der räumlichen Verteilung des jeweiligen Tankstellennetzes. Jet-Stationen befinden sich oft an innerstädtischen, wettbewerbsintensiven Standorten mit hohem Absatz – hier liegen auch die Spritpreise der Konkurrenten meist nur einen Cent darüber.

Besonders die früheren und teils deutlich höheren nächtlichen Preisaufschläge der Mitbewerber tragen zu den voneinander abweichenden Durchschnittspreisen bei.

Spritpreise vergleichen lohnt langfristig

Die Preiskurven verliefen im gesamten Untersuchungszeitraum sehr stabil und regelmäßig und bieten somit eine hohe Zuverlässigkeit. Vergleichen und den billigeren Anbieter zwischen 18 und 20 Uhr ansteuern lohnt sich also langfristig, auch bei den aktuell billigen Spritpreisen. end/dpa

Die größten Unterschiede der Tankstellen im Überblick

Umstellung der Spritpreise
  • Shell und Aral: 20 Uhr
  • Total: 22 Uhr
  • Jet: 23 Uhr
Differenzen zwischen Abendpreisen und dem Tagestiefstwert
  • Shell: +14 Cent bei Benzin, +14,6 Cent bei Diesel
  • Esso: +13 Cent bei Benzin und Diesel
  • Jet: +8,8 Cent bei Benzin und +8,5 Cent bei Diesel


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