Die DHZ-Serie zum Bestseller "Mehr Erfolg im Umgang mit Kunden" (Teil 1): Warum es sich für Handwerker lohnt, ihren Kunden ein gutes Gefühl zu geben - Von Umberta Andrea Simonis
Seit vielen Jahren haben Comedy-Shows und Ratgeber zum Thema "Mann/Frau" Hochkonjunktur. Mindestens genauso ergiebig ist das Spannungsfeld zwischen Handwerker und Kunde, wenn es zum Beispiel um eine Renovierungsmaßnahme in den kundeneigenen vier Wänden geht.
Nach der Wunschvorstellung des Kunden geht alles schnell, sauber und vereinbarungsgemäß vonstatten. Die Handwerker sollen rücksichtsvoll, freundlich und umsichtig sein. Handwerker träumen davon, dass der Kunde so wenig wie möglich stört und der Auftrag reibungslos abläuft. Diese Situation hat also Krisenpotenzial.
Was für den Handwerker Routine ist, erlebt so mancher Kunde als Sondersituation mit Risiken und Unwägbarkeiten. Viele Kunden verschieben deshalb häusliche Umbaumaßnahmen gerne oder nehmen sie nicht in Angriff. In dieser Vertrauenslücke gehen Handwerkern viele Millionen Aufträge verloren. Das muss allerdings nicht sein. Hier lesen Sie, wie Sie zum Kundenversteher werden, somit besonders lukrative Aufträge reibungslos abwickeln und sich langfristige Kundenbeziehungen sichern können.
Vertrauenslücke schließen
Dienstagmorgen, 7.30 Uhr, Montagetermin für die neue schicke Küche! Die Kundin schwankt zwischen Vorfreude, Neugierde, Bedenken, Nervosität, Anspannung und Befürchtungen. Das erfahrene Montageteam der beauftragten Schreinerei ist dagegen neutral bis entspannt gestimmt. Die Kundin hat nicht so gut geschlafen und ist schon extra früh aufgestanden. Sie sitzt da und wartet. Die alte Küche ist ausgebaut, die neue soll jetzt kommen. Wo bleiben die Handwerker? Um die Kundin von Anfang an vertrauensvoll zu stimmen, ist die Einhaltung des Termins entscheidend wichtig. Ein paar vom Handwerker mitgebrachte Croissants oder Brötchen zum zweiten Frühstück heben die Stimmung gleich! Gar nicht geht ein saloppes Einfach-zu-spät-Kommen und genervtes Abtun des Kundenärgers ("Wir sind ja jetzt da! Wenn wir noch länger diskutieren, werden wir heute gar nicht mehr fertig!").
Sich Zeit nehmen
Trotz Anspannung und Sorgen freut sich die Kundin ja auf ihre neue Küche. Somit haben die Monteure zwei Aufgaben. Sie montieren die Küche, sind aber vor allem "Gute-Gefühle-Bringer". Die Kundin möchte Sicherheit, Überblick, Verständnis und Empathie erfahren, möchte loslassen können und Vertrauen schöpfen. Dies unterstützt der Handwerker durch sein bewusstes Verhalten: Sich Zeit nehmen zum Begrüßen, sich vorstellen und persönlich bekannt machen, sich "beschnuppern", Fragen des Kunden beantworten, die Schritte des Tages gemeinsam besprechen, die Bedenken des Kunden ernst nehmen, die Vorfreude des Kunden teilen. Auch wenn der Handwerker am liebsten gleich "loslegen" und schon beim ersten "Grüß Gott" gerne mit den ersten Schrankteilen in der Türe stehen würde, geht es hier um die wichtigste Phase der Beziehungspflege.
Meinung
Die deutsche Wirtschaft und der deutsche Steuerzahler müssen sich wohl damit abfinden, mit noch größeren Beträgen für die Schulden klammer Euro-Partnerländer haften zu müssen. Statt Schuldenabbau also neue Schuldenberge? Dies scheint der bittere, gemeinsame Nenner der Wahlen in Frankreich und Griechenland zu sein.
Leute
Familienfreundliche Arbeitsmodelle sind nicht nur Konzernen vorbehalten. Matthias Krieger hat dies für eine Handwerksfirma vorbildlich etabliert.
Reise
Das Rofangebirge am Achensee, ideal für Profis und Einsteiger. Und nach einer spannenden Tour mit Helm, Klettergurt und Karabinerhaken kommt die Erkenntnis: Bergsteigen ist kein Klacks.