Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) hat sich für eine Modernisierung der Berufsbildung ausgesprochen.
Anlässlich der Mitgliederversammlung in Aachen sagte ZV-Präsident Andreas Popp: „Wir wollen eine Stärkung des dualen Systems und eine moderne Weiterentwicklung der Ausbildung.“ Einstimmig sprach sich die Versammlung für die gestreckte Abschlussprüfung aus. Außerdem soll das Aus- und Weiterbildungssystem im Friseurhandwerk ausgebaut und flexibler gestaltet werden. Der Berufsbildungsausschuss soll eine Modularisierung, ergänzende außerbetriebliche Qualifizierungen, aber auch Möglichkeiten zur Verkürzung der Ausbildungszeiten prüfen.
Die Ausbildungsleistung der Friseurbetriebe war nach Aussage des Verbandes auch im Jahr 2003 sehr hoch. Mit knapp 42.000 Auszubildenden sei Friseur einer der ausbildungsstärksten Berufe überhaupt. Die Ausbildungsquote betrage 18 Prozent. Damit wäre fast jeder fünfte Mitarbeiter im Friseurhandwerk ein Auszubildender. 11,7 Prozent (4.926) der Ausbzubildenden ist ausländischer Herkunft. Diese integrative Leistung dokumentiere die sozialpolitische Bedeutung der Berufsgruppe, so der ZV.