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Schutzprojekte gleichen Emissionen aus

Die Kooperationsbörse „b2fair“ auf der Hannover Messe im April wurde erstmals klimaneutral gestellt.

Das gemeinsam von Handwerk International, „Invest in Germany – Land of Ideas“, ClimatePartner und der Handelskammer Luxemburg getragene Projekt gleicht durch Investitionen in anerkannte, zertifizierte und zusätzliche Klimaschutzprojekte aus, was etwa durch die Anreise der Teilnehmer oder den Druck von Informationsmaterial an Kohlendioxidausstoß verursacht wird.

Über 250 kleine und mittlere Unternehmen aus 33 Ländern haben an der Kooperationsbörse „b2fair“ teilgenommen. Der Ausgleich der entstandenen CO2-Emissionen gelang durch den Ankauf und die Stilllegung hochwertiger Emissionsminderungszertifikate. Das „Matchmaking-Forum“ bot zudem die Möglichkeit, viele Unternehmen für den freiwilligen Klimaschutz zu begeistern. Umgesetzt wird das Konzept in Zusammenarbeit mit ClimatePartner, dem Spezialisten für die Entwicklung von Geschäftsmodellen im freiwilligen Klimaschutz. In diesem Jahr organisierte das Netzwerk der Euro Info Centren (EIC) gemeinsam mit der Deutschen Messe AG die „b2fair“-Kooperationsbörse als Teil der Hannover Messe 2007. Für fünf Messetage bot „b2fair“ die ideale Plattform, neue Partner, Kunden und Lieferanten zu gewinnen.

Um die bei der An- und Abreise der Teilnehmer mit Auto, Bahn oder Flugzeug entstandenen CO2-Emissionen präzise bestimmen zu können, wurden die Besucher bei der Anmeldung befragt, mit welchem Verkehrsmittel und von welchem Ort aus sie angereist waren. Aber auch Emissionen, die beispielsweise bei der Erstellung von Infomaterial oder Broschüren entstanden, flossen in die Berechnung durch ClimatePartner ein.

600 t Emissionen

Zusammen mit dem gesamten Energieverbrauch ergab sich damit ein genaues Bild der CO2-Emissionen, die durch die „b2fair“-Veranstaltung verursacht wurden. Geschätzte Emissionen von rund 600 t mussten ausgeglichen werden. Auf Wunsch erhielten die Teilnehmer ein persönliches Zertifikat, dass sowohl ihr Besuch als auch die Veranstaltung insgesamt „klimaneutral“ gewesen war. Für Transparenz sorgt eine Kurzstudie, die im Anschluss an die Veranstaltung veröffentlicht wird. Ausgeglichen werden die CO2-Emissionen im Fall von „b2fair“ durch Emissionsminderungszertifikate aus einem Windkraft-Projekt im Chitradurga District in Karnataka in Indien. Diese Anlage ist beispielgebend und ersetzt klimaschädliche Anlagen für die Energieerzeugung.

Das Prinzip der „Klimaneutralität“ ist denkbar einfach: Treibhausgase haben eine globale Schädigungswirkung. Es ist daher unwichtig, wo Emissionen entstehen beziehungsweise vermieden werden. Somit können unvermeidbare Emissionen von Treibhausgasen, beispielsweise durch Flugreisen, mit zusätzlichen Klimaschutzmaßnahmen, wie dem Betrieb einer Biomasseanlage, ausgeglichen werden. ClimatePartner nutzt dabei das Instrumentarium von Kyoto, mit dem es erstmals möglich wurde, Produkte oder Dienstleistungen klimaneutral anzubieten. Das Kyoto-Protokoll sieht die effiziente Minderung des weltweiten CO2-Ausstoßes vor.


erstellt am 25.05.2007
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