Mehr Gewicht für Meisterbrief
Auf EU-Ebene wird derzeit an einer Richtlinie zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsqualifikationen gearbeitet. Für die Zukunft des Handwerks ist die Anerkennung des Meisterbriefes als eine qualitätssichernde Ausbildung im Schema der EU von entscheidender Bedeutung. Da in vielen EU-Ländern der Meisterbrief unbekannt ist, gab es in letzter Zeit eine Tendenz zur Abstufung. Dagegen wandte sich die Handwerkskammer Halle. Der neue Vorschlag der Mitgliedsländer berücksichtigt dies und hat ein fünfstufiges Schema erstellt, in dem der Meisterbrief der Stufe 3 zugeordnet wird:
■ Stufe 1: Befähigungsnachweise
■ Stufe 2: Berufsausbildungsprüfungen und die Schulsekundarstufe
■ Stufe 3: Diplome nach kurzem Ausbildungsgang
■ Stufe 4: Diplome nach langem Ausbildungsgang
■ Stufe 5: Hochschuldiplome
Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer, erklärte: „Mit der Einstufung wird der hohe Standard des Meisterbriefes als vorbildlich anerkannt. Dies ist auch ein Ergebnis der Informationsarbeit des deutschen Handwerks bei Kollegen aus anderen EU-Ländern.“
Die Richtlinie soll Ende November in Kraft treten.