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Holz und Bauten schützen

Es gibt einen neuen Ausbildungsberuf in der Bauwirtschaft. Der Holz- und Bautenschützer kann ab diesem Jahr ausgebildet werden. Damit haben Betriebe die Möglichkeit, in diesem Spezialbereich Fachkräfte heranzubilden.

Der neue Beruf ist in den Fachrichtungen Bautenschutz und Holzschutz gegliedert. Die gestufte Ausbildung ermöglicht eine zweijährige Ausbildung zur „Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten“. Nach drei Jahren Ausbildungszeit schließt der Lehrling als „Holz- und Bautenschützer“ seine Prüfungen ab.

In beiden Fachrichtungen liegen die Ausbildungsschwerpunkte unter anderem im Umgang mit Gefahrstoffen, beim Prüfen von Schäden an Holz- und Holzbauteilen sowie dem Vorbereiten von Untergründen, beim Umweltschutz, dem Durchführen von vorbeugenden Maßnahmen gegen holzzerstörende Pilze und Insekten für den Holz- und Bautenschutz und der Bekämpfung holzzerstörender Insekten. Weitere Ausbildungsinhalte sind das Behandeln und Beseitigen von Pilzbefall sowie Vorbereiten und Durchführen von Außen- und Innenabdichtungen an erdberührten Bauteilen. Das Vorbereiten und Ausführen nachträglicher Horizontalabdichtungen, Sanierputzbehandlung, Austrocknen durchfeuchteter Bauwerke und Bauwerksteile und die Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen gehören ebenfalls zum Ausbildungsprofil des Holz- und Bautenschützers.

In der Fachrichtung Bautenschutz bilden das Prüfen, Beurteilen und Vorbereiten von Bauwerksteilen, das Erkennen und Prüfen von Schäden an Bauwerken und Bauwerksteilen sowie das Abdichten von Bauwerken mittels Injektionen und das Sanieren von Feuchtigkeitsschäden sowie bauwerklicher Salze mit Hilfe von Sanierputzsystemen die Ausbildungsschwerpunkte. Der Oberflächenschutz an Wand- und Bodenflächen gehört ebenfalls zum Bautenschutz dazu.

In der Fachrichtung Holzschutz stehen die Prüfung von Schäden an Holz- und Holzbauteilen sowie das Vorbereiten von Untergründen, die Bekämpfung holzzerstörender Insekten und das Behandeln und Beseitigen holzzerstörender Pilze im Mittelpunkt.

Die Handwerkskammer Erfurt erhofft sich von dem neuen Ausbildungsberuf neue Qualitätsmerkmale im Wettbewerb. Durch eine fundierte Ausbildung werde man der wachsenden Bedeutung des Holz- und Bautenschutzes sowohl im Neubau als auch in der Sanierung gerecht und könne damit neue Marktfelder erschließen, so Bernd Meier, Geschäftsführer der Handwerkskammer. Und für interessierte Jugendliche biete sich eine attraktive Ausbildungsalternative.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf und den Voraussetzungen gibt es bei der Handwerkskammer Erfurt, Ausbildungsberater Helmut Böttcher, Tel. 0361/6707-375, E-Mail: hboettcher@hwk-erfurt.de.


erstellt am 22.06.2007
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