|
„Original Regional“, mit diesen Worten und mehrfarbigen Plakaten werben jetzt die Regionalinitiativen „Genussregion Oberfranken“, „Bierland Oberfranken“, „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt“ und die Regionaltheken gemeinsam für die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und die Förderung der Kultur und Vielfalt regionaler Spezialitäten. Die Idee aus der Metropolregion Nürnberg übernahm Oberfranken, das mit der höchsten Brauereien-, Metzgereien- und Bäckereiendichte der Welt eine enorme Vielfalt an regionalen Spezialitäten aufweist, angefangen von den 1.000 verschiedenen Bieren über eine Vielzahl von Backwaren und Brotsorten, Bratwurst-, Schinken- und Wurstvariationen. Die Regionalinitiativen wollen diese Genussvielfalt innerhalb Oberfrankens, aber auch über Oberfranken hinaus, bekannt machen, was sich ja bekanntlich auch die Metropolregion Nürnberg auf die Fahnen geschrieben hat: Auch sie will regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und die Alleinstellungsmerkmale der Metropolregion Nürnberg auch international herausstellen. Dafür bringt Oberfranken seine drei Genuss- weltrekorde ein. Und man arbeitet, wie bei der Plakataktion, künftig mehr zusammen. Die Regionalinitiativen der Metropolregion werden sich künftig regelmäßig treffen, auch um voneinander zu lernen. Um funktionierende Regionalinitiativen der einen Region auf andere Regionen zu übertragen, die vielleicht noch nicht so weit sind, und um künftig öfter gemeinsame Werbeaktionen durchzuführen. Von den oft unterschwellig befürchteten Zentralismusbestrebungen der Metropolregion Nürnberg ist dabei nichts zu spüren, ganz im Gegenteil, so der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, der Kulmbacher Landrat Klaus-Peter Söllner, gleichzeitig 1. Vorsitzender der Initiativen Genussregion Oberfranken und Bierland Oberfranken, und Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, gleichzeitig stellvertretender Sprecher der Metropolregion Nürnberg. „Die Stadt Nürnberg hat in allen Entscheidungsgremien eine Stimme, genauso viele wie jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt Oberfrankens.“ Und „Original Regional“ sei eine Plattform für Regionalinitiativen und kein Gleichmacher, so HWK-Vizepräsident Thomas Zimmer und der Hofer Kreishandwerksmeister Christian Herpich. Sie vertraten zusammen mit Bäckerobermeister Alfred Seel und Fleischerobermeister Michael Kalb aus Bamberg das Handwerk bei den Presseterminen in Bamberg und Hof. In der Region Hof haben sich mittlerweile die Bäckerei Friedrich in Strassdorf, die Metzgerei Herpich in Hof, die Fleischerinnung Hof-Wunsiedel, die Metzgerei Dieter Groß in Schwarzenbach a.W., das Fleischerfachgeschäft Max in Hof und das Fleischerfachgeschäft Schemmel in Berg der Aktion angeschlossen. Regionale Spezialitäten wie die „Hofer Rindfleischwurst“, die bald ihren geschützten Namen bekommen soll, sollen so berühmt werden wie die Nürnberger Bratwürste oder noch besser die Münchner Weißwürste, mit weniger ist man nicht zufrieden. Allein schafft man das nicht, aber im Netzwerk hat man aussichtsreiche Chancen.
|