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Gewiss, gewiss, der Frühling naht … Ist ja schon gut, möchte man Zeitgenossen so manches Mal entgegenrufen, die mit glänzenden Augen davon berichten, dass sie erstmals wieder eine Amsel haben singen hören. Das kann vielleicht nerven! Tirili, tirili. Und? Ändert das was? Nein. Weder die Arbeitslosenstatistik wird romantischer noch die Haushaltslage, die in eiseskalter Schockstarre verharrt. Weder die Nullaussagen bekannter und weniger bekannter Granden und Diven der deutschen Politik werden dadurch erträglicher noch die Aussichten der Menschheit auf die Zeit nach dem Klimawandel. Erträglicher wird gar nichts. Ganz im Gegenteil: Der Schmutz der Straße, der in den vergangenen Wochen noch hübsch festgefroren war und dort blieb, wo er hingehörte, hängt uns jetzt am Schuhsohlenprofil. Jetzt, da alles matschig wird und das zu Tage kommt, was gut und gerne unter einer dicken Eiskruste verborgen hätte bleiben können. Mannomann, der Winter hat so viel Gutes! Das wusste auch schon ein Südeuropäer, dem wir bei unseren Gedanken an das Frühjahr eher zugetraut hätten, dass er sich im ersten lauen Feierabendlüftchen zur Amsel gesellt und seiner Liebsten ein Ständchen spielt: Carlo Manzoni. Si, ein Italiener – Maler und Schriftsteller noch dazu. Manzoni jedenfalls definierte den Frühling wie folgt: „Jene herrliche Zeit, in der wir alle ins Freie eilen, um endlich etwas frischen Benzindunst zu atmen.“ rom
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