Trotz des relativ großen Wohlstands liegt das Preisniveau in Deutschland nur leicht über dem EU-Schnitt. Hierzulande müssen die Verbraucher 3,4 Prozent tiefer in die Tasche greifen, als Verbraucher in anderen EU-Ländern. In den meisten Nachbarländern ist das Leben also teurer, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Steigt das Preisniveau in einem Land, sinkt die Kaufkraft und umgekehrt. Bei den meisten direkten Nachbarn der Bundesrepublik ist das Preisniveau derzeit höher als in Deutschland. Das Leben ist dort also teurer, nur in den Polen und Tschechien ist das Leben günstiger.
Am teuersten innerhalb der EU ist es demnach in Dänemark, wo der Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs 42,2 Prozent mehr kostet als im Durchschnitt aller 27 EU-Mitglieder. Soll heißen: wenn jemand in Dänemark Lebensmittel einkauft, muss er dafür durchschnittlich über 40 Prozent mehr zahlen als andere EU-Bürger.
Europaweit sind die Lebenshaltungskosten nur in der Schweiz (plus 61,8 Prozent) und Norwegen (plus 50,7 Prozent) noch höher. In der EU sind die Preise in Bulgarien am niedrigsten, wo die Verbraucher nur etwa halb so viel zahlen wie im Durchschnitt aller Mitgliedsstaaten. dapd/rh
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