"Die aktuell geltenden Ladenschlusszeiten im Freistaat sind vollkommen ausreichend. Es besteht keinerlei Änderungsbedarf", kritisiert Heinrich Traublinger, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), den Vorstoß von Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil.
Dieser hatte längere Ladenöffnungszeiten an Werktagen gefordert. "Bei diesem Wettlauf verlieren vor allem die mittelständischen Handwerksbetriebe. Längere Ladenöffnungszeiten kosten unsere Betriebe Arbeits- und Ausbildungsplätze, da das Handwerk in Relation zum Umsatz weitaus mehr Beschäftigte hat als die Großbetriebe", betont Traublinger.
Auf lange Sicht würden viele Mittelständler aus dem Markt verdrängt, so der BHT-Präsident. Dies führe zu einer Gefährdung der wohnortnahen Versorgung, insbesondere in ländlichen und Stadtrandgebieten. Zudem gingen noch längere Ladenöffnungszeiten zu Lasten der Familien. Traublinger: "Betriebsinhaber und mitarbeitende Familienangehörige sowie die in Handwerksbetrieben im Verkauf Beschäftigten werden durch die aktuell geltenden Ladenschlusszeiten schon genug belastet."