„Bachelor Professional“ soll kommen

Studien zeigen: Aufstiegsfortbildungen sind gleichwertig

Betrieblich ausgebildete Personen, die danach eine berufliche Aufstiegsfortbildung absolvieren, sind mindestens genauso gut qualifiziert wie Akademiker.+#x21e5;Foto: fotolia

„Bachelor Professional“ soll kommen

Berufliche Aufstiegsfortbildungen sind niveaugleich mit akademischen Abschlüssen. Dies zeigt eine Studie des Forschungsinstituts für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH) und der Hochschule für Oekonomie und Management in Essen (FOM), die anlässlich einer Fachtagung des WHKT in Düsseldorf vorgestellt wurde.

Konkret wurden in Rahmen der Studie 767 Personen analysiert, um das Qualifikationsniveau zwischen Kraftfahrzeugtechnikermeistern beziehungsweise Handelsfachwirten und entsprechenden akademischen Qualifikationen zu vergleichen.

Das Ergebnis ist eindeutig: Betrieblich ausgebildete Personen, die danach eine berufliche Aufstiegsfortbildung erfolgreich absolviert haben, sind mindestens genauso gut qualifiziert wie Akademiker. Dies gilt sowohl für Absolventen als auch für bereits tätige Führungskräfte.

Eine weitere, vom Bundeswirtschaftsministerium bei Prognos in Auftrag gegebene Studie zeigt zudem auf, dass die Qualitätssicherungssysteme in der beruflichen wie in der akademischen Bildung zwar unterschiedlich, aber dennoch vergleichbar sind. Beide Studien dienen dazu, den Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) aus dem Jahr 2007 umzusetzen und damit die international lesbare Zusatzbezeichnung „Bachelor Professional“ für berufliche Aufstiegsfortbildungen einzuführen. Zwei Rechtsgutachten zeigten bereits vor dem Beschluss der WMK, dass die Zusatzbezeichnung „Bachelor Professional“ weder gegen nationales noch internationales Recht verstößt.dhz

Die Zusammenfassung der Studie ist zu finden unter www.handwerk-nrw.de/berufswertigkeit