Imagekampagne -

Nachwuchswerbung Azubi-Videos sollen Jugendliche locken

Unter dem Namen "Abklatschen! Hol dir meinen Job" ist eine neue Nachwuchskampagne für das Handwerk gestartet. Junghandwerker versuchen dabei andere Jugendliche für ihren Ausbildungsberuf zu begeistern.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Imagekampagne

Wer könnte besser für eine Ausbildung im Handwerk werben als der Auszubildende selbst? Jetzt suchen zwölf Junghandwerker aus verschiedenen Gewerken Nachfolger für ihren Ausbildungsplatz. Mit möglichst vielen anderen "abzuklatschen" und den Staffelstab symbolisch weiterzureichen, ist das Ziel der Aktion "Abklatschen! Hol dir meinen Job". Die Aktion ist Teil der Imagekampagne des deutschen Handwerks. Die Videos sind auf handwerk.de zu sehen.

Florian Kaiser ist einer von ihnen. Er will Jugendliche motivieren, ins Zimmererhandwerk einzusteigen. Zu Kaisers Job gehört es, knifflige Konstruktionen zu entwickeln und präzise Winkel auszumessen – Zimmererhandwerk ist mehr als hobeln. Durch seine Ausbildung weiß der 21-Jährige, dass man vieles mit den eigenen Händen erreichen kann. "Man übernimmt schnell Verantwortung und schafft Dinge, auf die man wirklich stolz sein kann", erzählt er.

"Abklatschen! Hol dir meinen Job"

Nachwuchskampagne "Abklatschen"

Jobs, die in die Zukunft blicken

Auch Marina Lugmeier sucht Nachwuchs für ihr Handwerk – sie ist technische Modellbauerin. Marina Lugmeier baut Formen und Modelle, mit deren Hilfe komplizierte Teile wie für Motoren oder Maschinen hergestellt werden. "Als technischer Modellbauer arbeitet man für die Zukunft. Ob Auto, Handy oder Receiver – Modellbau ist alles, was zwischen der kreativen Idee und dem Produkt passiert", sagt die 20-Jährige.

Zwölf Protagonisten, zwölf Geschichten, erzählt in zwölf leidenschaftlichen Videos. "Jeder der Junghandwerker zeigt auf sympathische Weise, welche Eigenschaften für seinen Beruf wichtig sind und wie der Beruf sein Leben prägt", heißt es auf www.handwerk.de. Inzwischen wurden die zwölf Filme über 3,5 Millionen Mal auf Facebook gepostet und von 800.000 Jugendlichen angeklickt.

Solche Aktionen sind nötiger denn je. Denn Handwerksbetriebe leiden zunehmend unter Fachkräfte- und Azubi-Mangel. Rund 150.000 Ausbildungsplätze in 130 Gewerken werden jedes Jahr im Handwerk angeboten. Doch weit mehr als 10.000 bleiben jedes Jahr frei, weil sich kein geeigneter Kandidat findet.

Bessere Imagewerte

Das Handwerk hat seine Imagekampagne in diesem Jahr auf Jugendliche ausgerichtet. Neben den Videos gibt es ab 19. Juni neue Plakatwerbung zu sehen. Zudem laufen die Vorbereitungen zum "Tag des Handwerks" am 19. September.

Die Imagekampagne trägt nach Ansicht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) Früchte. Die Wahrnehmung des Handwerks ist im ersten Quartal laut einer Forsa-Analyse sowohl bei Erwachsenen als auch Jugendlichen deutlich gestiegen. Fast jeder zweite Jugendliche (48 Prozent) hat in der letzten Zeit etwas über das Handwerk gehört. 2008, in der Zeit vor der Kampagne, waren das nur elf Prozent.

Auch die Bekanntheit von Handwerksberufen ist heute eine andere: 2008 hatten nur wenige eine Ahnung von einzelnen Gewerken. Der Schreiner oder der Maurer wurden da genannt. Inzwischen wird von der Mehrheit der befragten jungen Menschen angegeben, dass mehr als 100 Berufe zum Handwerk gehören.

Bleibt die Frage nach der Attraktivität des Handwerks. 48 Prozent der Schüler und Studenten hielten das Handwerk 2008 für einen attraktiven Arbeitgeber. Dieser Wert konnte bislang bei den jungen Menschen noch nicht nachhaltig verbessert werden.

Für junge Leute liegt weiterhin eine Diskrepanz zwischen ihren Ansprüchen an einen Arbeitsplatz und dem, was das Handwerk ihrer Meinung nach bietet. "Umso richtiger ist es, dass die Kampagne jetzt die Ansprache von Jugendlichen in den Fokus nimmt, um wirksam Nachwuchswerbung für das Handwerk zu betreiben", heißt es beim ZDH.

Informationen für Jugendliche und Ausbilder finden Sie auch unter dhz.net/azubi  jr

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Wesley

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Da ich Buko nicht kenne, halte ich lieber meienn Rand und beende ffcr mich diesen Diskussionsthread.Abschliedfend konstatiere ich jedoch, dass ich auf der Seite der Schwachen und Geknechteten stehe. Jawoll! Nicht immer, aber immer f6fter.