Der Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zur "Verbesserung der Feststellung und Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen und Berufsabschlüssen" verfolgt aus der Sicht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) die richtigen Ziele.
Otto Kentzler, Präsident des (ZDH), kommentierte die Entscheidung: "Wir brauchen mehr Transparenz über ausländische Zeugnisse, damit unsere Unternehmen zugewanderte Fachkräfte angemessen beschäftigen können. Um dem Fachkräftemangel entgegen zu treten, sind wir auf die Potentiale von Zuwanderern angewiesen."
Die Bundesregierung plant, allen Zuwanderern die Möglichkeit zu geben, festzustellen, ob und in welchem Maße ihre im Ausland erworbenen Qualifikationen einem deutschen Berufsabschluss entsprechen. Dieses Bewertungsverfahren ausländischer Abschlüsse soll künftig u.a. von den Handwerkskammern durchgeführt werden. Ein erforderlicher Nachqualifizierungsbedarf soll dabei konkret dokumentiert werden.
Diskussionsbedarf sieht Kentzler bei Detailfragen zur Umsetzung des Anerkennungsgesetzes. Dazu gehört insbesondere die Verbesserung der Informationsgrundlagen über ausländische Bildungssysteme. "Das Bewertungsverfahren muss sowohl für die Nachfrager als auch für die verantwortlichen Kammern transparent und praxisgerecht organisiert werden und die Bedürfnisse der Wirtschaft berücksichtigen", fordert Kentzler.
Zudem sollen nicht ausreichend qualifizierte Zuwanderer darauf vorbereitet werden, einen deutschen Abschluss nachzuholen. Dazu ist eine angemessene Förderung des Nachqualifizierungsangebotes für Migranten notwendig. "Gleichmacherei auf Kosten des deutschen Berufsbildungsniveaus darf es keinesfalls geben", betont Kentzler.
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