Ausländische Berufsabschlüsse: Handwerk begrüßt Kabinettsbeschluss - Personal - deutsche handwerks zeitung

Personal - 09.12.2009

Mehr Transparenz und bessere Vergleichbarkeit

Ausländische Berufsabschlüsse: Handwerk begrüßt Kabinettsbeschluss

Der Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zur "Verbesserung der Feststellung und Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen und Berufsabschlüssen" verfolgt aus der Sicht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) die richtigen Ziele.

Otto Kentzler, Präsident des (ZDH), kommentierte die Entscheidung: "Wir brauchen mehr Transparenz über ausländische Zeugnisse, damit unsere Unternehmen zugewanderte Fachkräfte angemessen beschäftigen können. Um dem Fachkräftemangel entgegen zu treten, sind wir auf die Potentiale von Zuwanderern angewiesen."

Mehr Transparenz über ausländische Zeugnisse

Die Bundesregierung plant, allen Zuwanderern die Möglichkeit zu geben, festzustellen, ob und in welchem Maße ihre im Ausland erworbenen Qualifikationen einem deutschen Berufsabschluss entsprechen. Dieses Bewertungsverfahren ausländischer Abschlüsse soll künftig u.a. von den Handwerkskammern durchgeführt werden. Ein erforderlicher Nachqualifizierungsbedarf soll dabei konkret dokumentiert werden.

Bessere Information über ausländische Bildungssysteme nötig

Diskussionsbedarf sieht Kentzler bei Detailfragen zur Umsetzung des Anerkennungsgesetzes. Dazu gehört insbesondere die Verbesserung der Informationsgrundlagen über ausländische Bildungssysteme. "Das Bewertungsverfahren muss sowohl für die Nachfrager als auch für die verantwortlichen Kammern transparent und praxisgerecht organisiert werden und die Bedürfnisse der Wirtschaft berücksichtigen", fordert Kentzler.

Zudem sollen nicht ausreichend qualifizierte Zuwanderer darauf vorbereitet werden, einen deutschen Abschluss nachzuholen. Dazu ist eine angemessene Förderung des Nachqualifizierungsangebotes für Migranten notwendig. "Gleichmacherei auf Kosten des deutschen Berufsbildungsniveaus darf es keinesfalls geben", betont Kentzler.

 
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2012
Alle Rechte vorbehalten

Kommentare und Bewertungen Kommentar verfassen

Durchschnittliche Bewertung dieses Artikels:
starstarstarstarstar
(0 Bewertungen)
Ihre Bewertung dieses Artikels:

Zum Bewerten klicken Sie bitte auf die Sterne

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar

Soziale Netzwerke

Die DHZ auf Facebook und Twitter

Die Marke Deutsche Handwerks Zeitung ist längst nicht mehr bloß Zeitung. Neben Print wird das Internet immer wichtiger. Dazu gehören auch die Dienste Facebook und Twitter, Plattformen, in denen sich Handwerker rege austauschen. mehr...

Lexika

Ist-Versteuerung

Bei der Ist-Versteuerung wird die Umsatzsteuer erst zur Zahlung fällig, wenn der Kunde oder der Geschäftspartner die Rechnung tatsächlich bezahlt hat.

Steuerarchiv

 
Alle täglichen Steuertipps zum Nachlesen im Archiv.

Umfrage

Sollte die Bundesregierung besser sparen oder die Steuern senken?

Wissensquiz

Teaserbild Quiztool
Schätzen Sie mal ...
mehr

Newsletter

DHZ-Aktuell