Ausbildung zum Augenoptiker modernisiert - Branche - deutsche handwerks zeitung

Branche - 27.07.2011

Den Kunden immer "im Blick"

Ausbildung zum Augenoptiker modernisiert

Augenoptiker müssen kundengerecht und stilsicher beraten sowie mit immer moderneren High-Tech-Geräten arbeiten. Die Inhalte der dreijährigen Ausbildung zum Augenoptiker wurden deshalb überarbeitet.

Foto: Zentralverband der Augenoptiker

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sachverständigen der Sozialpartner und Vertretern der Länder die dreijährige Ausbildung für Augenoptiker/-innen vollständig modernisiert. Wesentliche Änderungen fanden laut dem Zentralverband der Augenoptiker im Prüfungswesen statt.

Die Auswahl der richtigen Sehhilfe setzt ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Augenoptiker und dem Kunden voraus und rückt die Beratung immer stärker in den Mittelpunkt. Zunächst geht es darum, die richtige Sehstärke zu ermitteln, die geeignete Sehhilfe auszusuchen, entsprechende Messungen am Auge vorzunehmen und fachgerecht auszuwerten.

Hat der Kunde sich dann für eine Brille entschieden, ist es Aufgabe des Augenoptikers, unter einer Vielzahl von Modellen eine sowohl nach modischem Empfinden als auch nach Auswahl der Materialien kundengerechte Lösung zu finden. Anschließend müssen entsprechende Gläser bestellt, in das Gestell eingepasst und anatomisch angepasst werden.

2.500 neue Ausbildungsverträge

Spätere Korrekturen und Reparaturen, die Dokumentation von Kundendaten, die Beratung zu Gebrauch und Pflege der Brillen und Kontaktlinsen sowie der Verkauf von Zusatzartikeln, zum Beispiel Brillenetuis und Pflegemittel, sind weitere Aspekte des Berufsalltags und der Kundenpflege.

Augenoptiker arbeiten in Betrieben des Augenoptikerhandwerks oder in der augenoptischen Industrie. Nach bestandener Gesellenprüfung sind Berufsaussichten und Weiterbildungsmöglichkeiten gut, da es sich um ein beständig nachgefragtes Handwerk handelt. Nach Erwerb des Meistertitels sind Augenoptiker zudem berechtigt, eine Filiale zu leiten oder sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig zu machen.

Nach Angaben des zuständigen Fachverbandes ist in diesem Jahr bereits ein Zuwachs bei den Ausbildungszahlen aufgrund der aktualisierten Ausbildungsinhalte erkennbar. Im vergangenen Jahr wurden rund 2.500 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, der Anteil der weiblichen Auszubildenden liegt bei rund 75 Prozent.


Die überarbeitete Ausbildungsordnung kann auf der Homepage des Zentralverbands der Augenotiker heruntergeladen werden.

dhz


 
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2013
Alle Rechte vorbehalten

Kommentare und Bewertungen Kommentar verfassen

Durchschnittliche Bewertung dieses Artikels:
starstarstarstarstar
(0 Bewertungen)
Ihre Bewertung dieses Artikels:

Zum Bewerten klicken Sie bitte auf die Sterne

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar

Umfrage

Neues Insolvenzrecht: Vor- oder Nachteil fürs Handwerk?

Gewinnspiel

Verlosung: Reise in die Schweiz

Reise-Gewinnspiel: Ab in die Schweiz!

Mitmachen und gewinnen! Erleben Sie die Natur der Schweizer Berge, die Kultur der UNESCO-Welterbestädte oder die Shoppingmöglichkeiten in der zollfreien Stadt Samnaun.

Themenpaket: Geschäftsidee

Eine gute Geschäftsidee ist die Grundlage jedes Erfolgs

Die Geschäftsidee: Erfolg durch Innovation

Das Handwerk gilt als Ideenschmiede – ob für Innovationsprodukte, neue Verfahren oder Dienstleistungskonzepte. Die Deutsche Handwerks Zeitung präsentiert Ihnen besondere Handwerksunternehmer und deren erfolgreichen Ideen.

Zum Themenpaket "Die Geschäftsidee"

Meinung

Unternehmer will gelernt sein

Die Zahl der Existenzgründungen ist deutlich zurückgegangen. Neugründungen sind außerdem oft Ein-Mann-Unternehmen, die ohne Geschäftsidee starten. Die Analyse zeigt: Nur solide Qualifikation hat Zukunft. Von Lothar Semper

Wissensquiz

Alltag in Zahlen: Schätzen Sie mal...

Wie viel Handwerk steckt eigentlich in unserem Alltag? Testen Sie Ihr Wissen. Jetzt starten

Newsletter

DHZ-Aktuell