Die deutschen Zeitarbeitsunternehmen bekommen nach Angaben des Bundesverbands Zeitarbeit seit drei Monaten wieder deutlich mehr Aufträge. Zudem stellt die Branche wieder verstärkt Mitarbeiter ein, nachdem der Personalbestand im Mai seinen Tiefpunkt erreicht hatte.
Nach zwölf Monaten Rückgang hatte sich im Juni die Beschäftigtenzahl der Branche erstmals wieder erhöht, und zwar um rund drei Prozent. "In diesem Rahmen hat sich die Entwicklung im Juli und August fortgesetzt", sagte ein BZA-Sprecher. Genaue Zahlen liegen zwar noch nicht vor. Aber die von 823.000 auf 507.000 gesunkene Beschäftigtenzahl hat sich laut BZA bis Ende August "auf mindestens 550.000" erholt.
Die Entwicklung der Zeitarbeitsbranche wird stark beachtet, weil sie als Krisenbarometer und konjunktureller Frühindikator gilt. Ob die inzwischen dreimonatige Aufwärtsbewegung aber wirklich das Ende der Krise signalisiert oder ob es sich dabei nur um das übliche sommerliche Zwischenhoch handelt, vermögen weder Verband noch Unternehmen sicher zu beurteilen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu der Analyse, dass keine andere Branche in der Wirtschaftskrise so viele Arbeitsplätze abgebaut habe wie die Zeitarbeit. Der DGB berief sich dabei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. BZA-Hauptgeschäftsführer Ludger Hinsen, widerspricht der entsprechenden DGB-Studie vehement. Lesen Sie weiter unter deutsche-handwerks-zeitung.de sowie in der DHZ 18-2009 auf Seite 16.
ddp/dhz
Meinung
"Wer nicht wirbt, stirbt." So hat Henry Ford schon vor hundert Jahren den Wert von Werbung beschrieben. Der amerikanische Automobil-Tycoon hat diesen Satz zwar vor allem auf seine eigenen Fahrzeuge bezogen und weniger auf ganze Wirtschaftsbereiche. Doch auch ein Bereich wie das Handwerk braucht Werbung, braucht den Austausch mit der Öffentlichkeit, wenn es langfristig nicht an Ansehen, Bedeutung und Image verlieren will.