Arbeitsagentur wirbt für "Hartz-IV"-Empfänger mit handwerklichem Hintergrund - Konjunktur - deutsche handwerks zeitung

Konjunktur - 02.07.2009

Informationskampagne von Handwerk und BA

Arbeitsagentur wirbt für "Hartz-IV"-Empfänger mit handwerklichem Hintergrund

Noch ist die Beschäftigungslage im Handwerk stabil. Teilweise können Stellen nicht besetzt werden. Grund genug für die Bundesagentur für Arbeit, die Werbetrommel für die Beschäftigung von Arbeitslosen zu rühren. Von Karin Birk, Berlin

"Unter den 'Hartz-IV'-Empfängern gibt es ein hohes Potenzial: Mehr als 200.000 stammen aus handwerklichen Berufen", sagte Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, zum Auftakt der gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gestarteten Kampagne "Hilfreiche Hände". "Wir könnten den Unternehmen sofort qualifizierte Vermittlungsangebote unterbreiten", ergänzte er. Ziel müsse es jetzt sein, die Vorurteile gegenüber "Hartz-IV"-Empfängern abzubauen und die "Bremse zu lösen", wie ZDH-Geschäftsführer Holger Schwannecke sagte.

Dies ist nach Ansicht Alts schon deshalb wichtig, weil die Nachfrage nach Arbeitskräften im Handwerk nicht ohne weiteres gedeckt wird und sich wegen der erhöhten Nachfrage infolge des Konjunkturpaketes II im Bereich des Bau- und Ausbauhandwerks noch erhöhen könnte. "Spätestens zu Beginn des Jahres 2010 werden wir hier eine geballte Nachfrage haben", sagte er. Die Bundesagentur für Arbeit habe deshalb auch ihr Weiterbildungsangebot gezielt auf das Konjunkturpaket II ausgerichtet und Weiterbildungen im Bereich ökologische Gebäudesanierung oder Energietechnik angeboten. $(LC3698047:Außerdem könne die Einstellung von "Hartz-IV"-Empfängern in bestimmten Fällen gefördert werden.|_top)$

Wie Alt weiter berichtete, waren im Monat Mai 2009 rund 67.000 offene Stellen für handwerkliche Berufe bei den Arbeitsagenturen gemeldet. Hinzu kämen etwa nochmals soviele nicht gemeldete offene Stellen. Ziel müsse es sein, "die Laufzeit von offenen Stellen zu kürzen". Es sei deutlich "zu lange", wenn beispielsweise die Stellen von Feinmechanikern oder Elektroinstallateuren im Durchschnitt erst nach 90 Tagen besetzt werden könnten. Sowohl Alt wie auch Schwannecke forderten aber auch von den Arbeitssuchenden mehr Mobilität. "Die Leute müssen dorthin gehen, wo es Arbeit gibt", forderten sie. Dies gelte insbesondere für junge Singels ohne Kinder.

 
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