Thema der UN-Weltklimakonferenz im polnischen Poznan ist die Entwicklung eines Nachfolgeabkommens für das 2012 auslaufende Kyoto-Klimaprotokoll. Eine endgültige Entscheidung wird es dort jedoch nicht geben, eine Einigung wird erst für die Folgekonferenz Ende 2009 in Kopenhagen erwartet.
Mit dem Kyoto-Protokoll von 1997 verpflichten sich die Industrieländer, ihre Schadstoffemissionen bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent unter den Stand von 1990 zu senken. Die Liste der Treibhausgase, die zur gefährlichen Erwärmung auf der Erde führen, umfasst Kohlendioxid (CO2), Methan, Lachgas, Distickoxid, Schwefelhexafluorid, vollfluorierte und teilfluorierte Kohlenwasserstoffe.
Das Kyoto-Protokoll konnte erst im Februar 2005 in Kraft treten, nachdem es von 55 Ländern ratifiziert wurde, die für mindestens 55 Prozent aller Emissionen von Kohlendioxid verantwortlich sind. Die USA, die als großer Umweltverschmutzer gelten, weigern sich nach wie vor, der Vereinbarung beizutreten. Der amtierende US-Präsident George W. Bush lehnt das Kyoto-Protokoll ab. Allerdings hat der neue US-Präsident Barack Obama angekündigt, dass sich die USA künftig verstärkt in der Klimapolitik engagieren werden.
ddp
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Meinung
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