Der Mobilfunkstandard LTE soll schnelles Internet auch auf dem Land ermöglichen und somit einen teuren Wettbewerbsnachteil für Betriebe ausgleichen. Doch der Ausbau des neuen Mobilfunkstandards stockt offenbar weiter. Die Mobilfunkanbieter trifft aber keine Schuld. Sie würden ausbauen, wenn sie dürften.
Die Bundesnetzagentur hatte bereits im August Probleme eingeräumt. Die IT-Branche wird seitdem immer unruhiger. Offensive Beschwerden häufen sich.
Jüngst bemängelte etwa der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten, der VATM, mit Blick auf den Stau von 10.000 Einzelanträgen, die Behörde führe "die Breitbandstrategie der Bundesregierung ad absurdum".
Bitkom-Präsident Kempf mahnte nun: "Es kann doch nicht sein, dass der Aufbau einer Infrastruktur nur deshalb gebremst wird, weil die erforderlichen Genehmigungen nicht erteilt werden, weil dafür das Personal fehlt."
Kempf fügte hinzu, es wäre möglicherweise besser gewesen, die Bundesnetzagentur hätte sich der Anträge erst gar nicht angenommen. "Da der Antragsstau absehbar war, hätte die Behörde über eine Privatisierung dieser Aufgaben nachdenken können", sagte Kempf.
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